Skip to content

Je näher das Examen rückt (seltsam wie schnell es auf einmal geht) umso mehr frage ich mich, in welchem Bereich ich (m)eine Zukunft als Jurist sehe. Ursprünglich habe ich immer den Bereich Medienrecht avisiert, das hat scih aber schon letztes Jahr rapide geändert, als ich endgültig (neben dem Strafrecht) das Datenschutzrecht als Schwerpunkt gesetzt habe.

Heute überlege ich zunehmend, ob das so wirklich noch sinnvoll ist. Das Strafrecht bleibt bei mir ohnehin, ich überdenke momentan das Wirtschaftsstrafrecht anzupeilen. Was mir aber zunehmend auffällt ist das “Umweltrecht”, das in den nächsten Jahren auch zunehmend an Bedeutung gewinnen könnte. Interessant ist hierbei für mich die Vermischung von Strafrecht und Verwaltungsrecht, was das ganze zu einem anspruchsvollen Nischengebiet wachsen lässt.

Insgesamt bin ich mir noch nicht sicher, abgesehen davon, dass Strafrecht der Grund ist, warum ich überhaupt Jura studieren. Seltsamerweise gibt es kaum Überlegungen zum Thema “Wo bilden sich in 10 Jahren Nischen”, dafür betont jeder Autor -etwa in Zeitschriften wie der JuS- das sein Rechtsgebiet das zukunftsweisende ist. Ich denke, im Studium kann man zwar Schwerpunkte bilden, letztlich werden die aber wenig bringen – ich hoffe, im Referendariat kann ich gewinnbringender Schwerpunkte erarbeiten. Als Student sollte man sich keinesfalls unter Druck setzen – aber trotzdem hin und wieder überlegen und den Markt ein wenig im Auge behalten. Bevor man sein karges Brötchen damit verdient, im eigenen Dorf nur Streitigkeiten über Maschendrahtzäune zu bearbeiten.

Post comment as twitter logo facebook logo
Sort: Newest | Oldest

Ich füchte, das Argument mit den "Brötchen" kann mich nicht überzeugen - wir sind zu Hause nur strafrechtler :)

Und wenn man sich selbstständig machen will, denke ich, ist Medienrecht nicht einfacher als Strafrecht um einen Fuß zu fassen. Dass man die Nebengebiete beherrschenmuss ist klar, Medienrecht ist ja auch nur eine Zusammenstellung verschiedener Teildisziplinen. Das mit dem Heft sehe ich mir aber auf jeden Fall an, danke für den Tipp.

Ich glaube kaum, dass man als Strafrechtler wirklich akzeptable Brötchen verdienen kann. Zum guten Strafrechtler oder Wirtschaftsstrafrechtler ist es ein langer Weg. Außerdem muss man noch Nebengebiete wie Steuer(straf)recht, Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht sowie gewerblichen Rechtsschutz drauf haben. Ich bin da eher für die medienrechtliche Schiene.

Kleiner Literaturtip: http://tinyurl.com/5bq4mw
Vielleicht kannst Du die Zeitschrift ja nachbestellen. Falls nicht: Mail me.

a) Strafrecht / Verwaltungsrecht
b) LEHRAMT(!) Berufsschulen -> stichwort: RFA? würde mich interessieren wie man da rein kommt. :)
c) StA (wenn die Examensergebnisse ausreichend gut sind)

Trackbacks

  1. [...] tätig und überlege beruflich auf das Wirtschaftsstrafrecht oder Umweltstrafrecht zu satteln (dazu mein Eintrag im Jurakopf-Blog). Ursache der gedanklichen Umstellung ist meine frühere Tätigkeit und die Sicht der Dinge, die [...]

Unterstützer

Dieses private Projekt wird unterstützt von vier Verlagen, die es mir ermöglichen, möglichst viele Rezensionen zu schreiben und denen ich hier aufrichtig danken möchte:

Verlag C.H.Beck

C.F.Müller

WoltersKluwer

DeGruyter

Twitter Post

  • Die Sicherungsabrede der Grundschuld in der Zwangsvollstreckung: Seien wir ehrlich: Wer den Titel gelesen hat, d...
    10:00 AM December 19th
  • Der maßgebliche Zeitpunkt in der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung: Eine der wenigen dogmatischen Streitigke...
    4:10 PM December 4th
  • BGHSt 17, 382: Zeuge vom Hörensagen und Unmittelbarkeitsgrundsatz: Die Vernehmung eines “Zeugen vom Hörensagen” ...
    8:25 PM December 1st
  • Referendar, lerne dein Werkzeug kennen: Manchmal hat man auch wirklich nur ein Brett vor dem Kopf: Da hat man si...
    6:52 PM September 2nd

Find us on Facebook