Es ist schon befremdlich, wie die Verwaltung bei der Uni Bonn (zur Erinnerung, das ist die Uni die Pipigeld haben möchte) mitunter arbeitet. Bekanntlich stehe ich vor meinen staatlichen Klausuren. Aus privaten Gründen, die ich nicht offen lege aber jeden anchvollziehen würde, melde ich mich in diesen Tagen noch nicht bei Prüfungsamt an, obwohl ich alle Scheione und Vorraussetzungen habe. Ich habe sogar die Anmeldung ausgefüllt, ich muss nur ca. 2-3 Wochen warten um dann zu entscheiden, ob ich wirklich im April oder doch im Mai schreibe.
Das Problem: Ende Februar muss man sich “rückmelden” und den Studienbeitrag zahlen. Wer sich zu den staatlichen Klausuren gemeldet hat, wird vom Studienbeitrag (500 Euro) problemlos befreit, da er ja nur noch “pro forma” an der Uni eingeschrieben ist. Ebenso, wer die Klausuren geschrieben hat und nur auf die Ergebnisse bzw. die mündliche prüfung wartet.
Ich werde nun diese Bedingungen nicht erfüllen, weil ich mich wahrscheinlich erst Anfang März entscheiden kann, ob ich es wirklich zum April machen kann. Die Befreiungsgründe liegen also auf der Hand, sind aber nicht erfüllt. Für mich kein Problem: Ich habe Erziehungssemester, die ich geltend machen kann. Das heisst: Wegen der Erziehung meines Kindes bin ich frei zu stellen. Davon habe ich auch schon Gebrauch gemacht. Nun möchte ich ein (!) weiteres Semester geltend machen, die Gründe liegen wohl auf der Hand nach dem langen Vortext.
Nun habe ich den Antrag samt Anhänge (5 Din-A4-Seiten insgesamt) an das StudSek gefaxt. Vorher habe ich mit dem Mitarbeiter Rücksprache gehalten, dass ich das eine Semester auch noch bekomme, also Anspruch habe. Meine Mailadresse habe ich angegeben und darum gebeten, bei Problemen einfach kurz Rücksprache zu halten.
Zur Erinnerung: Ich war schon 4 Semester befreit, die Unterlagen lagen also ohnehin schon vor, dämlich genug, sie nochmal umfänglich hin zu schicken.
Nun bekomme ich nach ca. 1 Woche – ohne Anschreiben – das dort eingegangene Fax zurück.
Beigelegt ist ein Standardblatt mit den Bedingungen, dort wurde farblich mit einem Textmarker hervor gehoben, dass ich eine Erklärung der Mutter zufügen muss, dass diese niemals Freisemester in Anspruch genommen hat.
Glaubend an einen schlechten Scherz habe ich eine Mail geschickt, mit der Bitte mir mitzuteilen, ob ich nun den gesamten Antrag erneut einreichen muss (man hat mir ja das eingegangene Fax zugeschickt) oder ob das Nachreichen der einen fehlenden Bescheinigung nun wenigstens ausreicht.
Antwort, natürlich nur ein Satz:
“Reichen Sie den gesamten Antrag bitte erneut ein”.
Meine Erfahrungen in Punkte "Kundenfreundlichkeit" sind insofern was das StudSek angeht bei der Uni-Bonn immer ähnlich schrecklich. Diesmal ist es einfach nur doof, weil es vorher nie ein Problem war und jetzt so ein Aufwand betrieben wird.
Ganz anders ist aber der rechtswissenschaftliche Prüfungsausschuss: Zuvorkommend, schnell und freundlich. Also nicht auf alle zurück schließen, hier aber ist ein regelmäßiger Störfaktor zu bemerken der Kritik berechtigt. Es war insofern (für mich) kein Einzelfall.
Hi Jens,
bei deinem Nachnamen darf ich davon ausgehen, dass wir den gleichen Sachbearbeiter haben. Von mir nur so viel: Du bist mit deinem Frust nicht alleine. Ich überlege mir inzwischen drei Mal vorher ob der Kontakt zum Sek wirklich sein muss. Jedesmal wird man mit besonders viel Freundlichkeit und Flexibilität überrascht.
vg
M
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