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So geht es nicht.

Artikel-Daten: Feb 15th, 2009 | By Jens Ferner | Category: Alltag, Arbeitstipps  | Kurzlink
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David Klein hat recht, wenn er darauf hinweist, dass es so nicht geht. Im Detail kommt es auf den Prof und die Uni an, wie weit die gemeinsame Arbeit an einer Hausarbeit gehen darf, ich hatte dazu schon was geschrieben.

Im vorliegenden Fall wird es wohl keinen Spielraum für Diskussionen geben, bei aller Naivität und Studenten-Solidarität:

  1. Der Verfasser des Zettels bittet ausdrücklich um Hilfe “bei der Formulierung” also bei der konkreten Abfassung der Arbeit. Während im Teilsatz vorher mit viel Liebe noch ein einfacher Gedankenaustausch gelesen werden kann, ist das am Ende nicht mehr möglich.
  2. Der Verfasser gibt seine Kontaktdaten an und hängt es in der Nähe von wiss. Mitarbeitern aus. Er wird also nicht nur erwischt, er ist es bereits.
  3. Der Hinweis am Ende, dass es ggfs. eine “Aufwandsentschädigung” gibt, rundet das Bild nur ab und macht deutlich, dass hier in eindeutig betrügerischer Absicht gehandelt wird.

Wie von mir schon gesagt: Ich verstehe solche Aktionen ohnehin nicht. Es kostet 5 Minuten, ins Seminar zu laufen und andere zu suchen, die an der gleichen Arbeit sitzen. Der Gedankliche Austausch mit denen ist nicht nur kostenlos und im Regelfall sehr viel gewinnbringender, sondern (solange es beim gednaklichen Austausch geht) wohl von den meisten Profs auch noch ausdrücklich gerne gesehen. Von den Möglichkeiten wie StudiVZ mal ganz zu schweigen

Vor dem Hintergrund muss man für so ein Verhalten dann auch wirklich kein Verständnis mehr aufbringen. Ganz ehrlich: Lasst es.


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3 comments
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  1. Dümmer gehts nimmer…

    David Klein, Betreiber des Kleinblogs und wiss. Mitarbeiter an der Universität Düsseldorf, fand gleich vor seiner Bürotür den Aushang eines Studenten, auf dem dieser Mithilfe bei der Erstellung einer Strafrechts-Hausarbeit sucht, gegen Aufwandsents…

  2. [...] Wie schreibt der Jurakopf dazu: So geht es nicht. Die dortigen Hinweise teile ich voll und ganz mit einer Ausnahme: Dass der gedankliche Austausch von den meisten Professoren gern gesehen wird, möchte ich bezweifeln – er ist nur nicht zu verhindern [...]

  3. RA Hoenig weist zu Recht darauf hin, dass hier auch ein Fake, also ein Scherz, vorliegen könnte:
    http://www.kanzlei-hoenig.info/gehts-noch-2

    Dr. Weiler weist aber mit Erfahrung darauf hin, dass sowas durchaus kein Einzelfall wäre:
    http://jurkonv.wordpress.com/2009/02/15/dummer-gehts-nimmer/#comment-12

    Von mir an der Stelle Ehrlichkeit: Der Gedanke von Hoenig schoss mir auch direkt durch den Kopf – aber es eignete sich so einfach zu Gut, um das Thema nochmal aufzugreifen.

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