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Ich bin ja nicht leicht zu erregen von hohen Buchpreisen, aber was der Nomos Verlag sich da leistet ist schon heftig: Ich habe mir gestern zum Internationalen Strafrecht (in dem ich in 1-2 Monaten zwei Klausuren schreibe) ein Lernbuch und einen Gesetzestext von Nomos geholt. Der Gesetzestext “Strafrecht der Europäischen Union” ist kleiner und nur unwesentlich dicker als das Lernbuch – kostet aber 25 Euro während das Lernbuch 22 Euro kostet. Ziemlich unpassend finde ich.

So geht es nicht nur um den Inhalt an sich – Gesetzestexte sind nunmal hin und wieder auch recht teuer, wobei ich auch 25 Euro insgesamt als nicht gerechtfertigt sehe für das Mini-Büchlein. Schon hier fühle ich mich in meiner Situation als Student des Schwerpunktbereiches Strafrecht vom Nomos Verlag ausgenutzt.

Nein, man muss sich vor allem die Relation vor Augen halten: Jedenfalls für mich ist ein Lernbuch (oder Lehrbuch) inhaltlich sehr viel Anspruchsvoller als eine Gesetzessammlung. Der Autor investiert mehr Zeit, bietet Verknüpfungen zu anderen Inhalten und ein komplettes Thema aufbereitet. Dass dieses Werk dann auch noch günstiger ist als der zugehörige Gesetzestext ist vor allem eine Aussage über die Stellung des Lernbuches bei Nomos. Abgesehen davon, dass man für 39 Euro das 3-Bändige Gesetzespaket von Nomos erhält.

Ich für meinen Teil habe mich schlichtweg geärgert und muss feststellen, dass dies nun zu meinem ohnehin bestehenden schlechten Eindruck von Nomos passt. Neben den Nomos-Gesetzes wird das daher auf absehbare Zeit mein letzter Kauf von Literatur aus dem Hause Nomos bleiben.

Anmerkung zum Thema “Internationales Strafrecht”: Ich lese gerade mehrere Bücher zum Thema und werde später abschliessend die Werke vorstellen und eines empfehlen. Momentan überzeugt mich keines vollständig, zu schwerfällig wird das Thema angegangen.

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Naja, da ich nächsten Monat zwei Klausuren (EU Strafrecht I und II, Pflichtfächer im Bereich des Schwerpunkts Strafrecht) schreibe und es mit dem Hecker u.a. ein Lehrbuch mit dem Titel "Europäisches Strafrecht" gibt, ist es kein veräppeln sondern ein Angebot das szielgerichtet aufs Studium ausgelegt ist.

Es gibt kein europäisches Strafgsetzbuch, das stimmt sicherlich. Aber trotzdem gibt es Grundzüge eines europäischen (und internationalen) Strafrechts, das heute auch fester Bestandteil des juristischen Studiums ist und weit über die bekannten Fragen im Rahmen des §3 StGB hinausgeht. Zu denken ist alleine an die Konsequenzen die sich aus der EMRK ergeben, die ja direkte Rechtskraft in Deutschland entfaltet.

Ich glaube, da will man wieder der Zeit voraus sein. Der Kunde wird so gesehen zweimal veräppelt, erstens mit dem Preis, dann mit dem Titel. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass die EU ein einheitliches, materielles Strafrecht erlassen hat, geschweige denn überhaupt die Kompetenz dazu besitzt.

Naja, die gleichnamige Gesetzessammlung aus dem Hause Nomos...

Was soll denn das "Strafrecht der Europäischen Union" sein?

Sofern man darauf abstellt, dass es der einzige Gesetzestext ist kann ich dem folgen. Ansonsten wäre es für mich eine Analogie zu den Rasierklingen oder der Tintenpatrone, wo das Zubehör teurer ist als das zu Grunde liegende Gerät. Dennoch empfinde ich persönlich das Mißverhältnis hier einfach als zu krass.

Dsa nennt man "Power of Scarcity" in den Wirtschftswissenschaften. Da ist das ganz normal ..

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  1. [...] habe mich ja schon kritisch geäussert, was die Preispolitik von Nomos angeht – doch es geht noch dreister was Nomos angeht. In der [...]

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