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Nach dem Kommentar mit der Anmerkung dass ich ja nur positiv schreibe (auf den ich dort ja auch geantwortet habe), habe ich noch etwas nachgedacht und frage mich, ob es andere auch so sehen: Sind für die Leser negative Rezensionen sinnvoll?

Ich kann das an einem Beispiel zum Strafrecht verdeutlichen: Ich empfehle des Wessels zum AT. Zu den anderen Büchern schreibe ich nichts – zwar fand ich Krey und Kindhäuser OK, aber im Fazit den Wessels einfach überzeugender. Sowas wie den Roxin oder Jakobs kann ich ohnehin nicht empfehlen, das sind keine Lernbücher sondern Lehrbücher. Wenn ich also nun zwar den Wessels empfehle, aber trotzdem etwas zu Krey und Kindhäuser schreibe, mit den entsprechenden negativen Hinweisen, macht das überhaupt Sinn?

Oder andere Beispiele: Wenn ich schreibe, dass ich bis heute vom “Verhandeln & Vergleichen” von Däubler enttäuscht bin, weil das “Verhandeln” quasi nur ein Kapitel (§6) ausmacht – bringt das was, wenn man vor dem Regal steht und sich entscheiden muss?

Gleiches beim “Zivilrechtlichen Grundkurs” von Schmidt/Brüggemeier, den ich wegen des fürchterlichen Schriftbildes nie ganz gelesen habe – oder dem Naucke zum Strafrecht, der zwar nett zu lesen war, bei dem ich mich aber bis heute frage, was er mir gebracht hat – was bringen solche Anmerkungen? Wenn man vor einem Regal mit 30 Büchern steht, sich eines kaufen will und hat 4 Negativ-Selektionen – ist da nicht eine positiv-Selektion sinnvoller?

Das waren die Gedanken, die ich bei der Begründung dieser Seite hatte, basierend vor allem auf meinen eigenen entnervten Erfahrungen. Und ich ging und gehe davon aus, dass die Leser hier auch den Dialog suchen – z.B. indem man einen Kommentar schreibt “Ich fand den Krey besser, weil…” oder nachfragt “Mir gefiel auf den ersten Blick der Kindhäuser, was hältst du denn von dem….”.

Ich bin auf das Feedback gespannt und wie immer gilt: Hier ist alles im fluss. Wenn ich hin und wieder auch negative Rezensionen aufnehmen soll, werde ich das überdenken, mir gefällt die Variante des Dialogs aber erheblich besser. Genauso habe ich kein Problem, meine Zweit- und Dritt-Empfehlungen mit Rezensionen aufzunehmen, gerade nachdem ich die Seite “Die Grundausstattung” geschaffen habe, wäre das durchaus vertretbar, wenn auch eigentlich von mir nicht gewollt.

Wie gesagt: Es liegt an den Lesern. Gebt mir Feedback und ich werde es in meine Überlegungen miteinbeziehen. Das Ziel der Seite soll schliesslich sein, zu helfen.

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Deine Erwägung zu positiven Rezensionen finde ich überzeugend. Nur bei Büchern, die nun völlig daneben liegen, sollte auch eine negative Rezension drin sein - was Du ja bei der Nomos-Sammlung auch gemacht hast.
Will ich alle guten Bücher auflisten, dann wird die Liste zwar immer noch umfangreich, aber überschaubar (und dennoch teuer). Will ich dagegen alle schlechten bzw. nicht zu empfehlenden Bücher auflisten, dann wird sie allenlang. Daher finde ich eine Beschränkung auf die positiv auffallenden Bücher mehr als sinnvoll.

Einerseits finde ich das ganz okay, nur die deiner Meinung nach besten Bücher eines Gebietes vorzustellen, andererseits bin ich (und sicher auch viele andere) grundsätzlich an Meinungen von Leuten interessiert, die schon einen sehr großen Überblick haben. Von daher fände ich es wahrlich nicht verkehrt, wenn du zwischen zwei bis drei anderen Büchern des jeweiligen Gebietes zumindest kurz abwiegen würdest (was fehlt ihnen zu deinem Favoriten? usw.), denn nur wenige deiner Favoriten sind jetzt DIE Standardwerke.
Beispiel: Wenn im Strafrecht der Otto empfohlen wird und gesagt wird er sei da und dort besser als der Kühl, dann ist das okay, würde mir aber schon Gedanken machen warum der Wessels/Beulke nicht erwähnt wird? Ich hoffe es wird klar worauf ich hinaus will!?

Unterstützer

Dieses private Projekt wird unterstützt von vier Verlagen, die es mir ermöglichen, möglichst viele Rezensionen zu schreiben und denen ich hier aufrichtig danken möchte:

Verlag C.H.Beck

C.F.Müller

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