Ich stelle kurz ein paar aktuelle (kostenlose) RSS-Reader vor, die ich heute morgen der Reihe nach getestet habe. Mit meinem bisherigen war ich zufrieden, suche aber eine Funktion die es scheinbar nicht gibt. Am Ende bleibe ich beim alten, habe aber nette Alternativen kennen gelernt.
Da inzwischen jede Webseite RSS-Feeds bietet, ist es durchaus sinnvoll, sich einen Reader zuzulegen. Gerade wenn man einen Überblick über mehrere Seiten behalten möchte macht das wirklich Sinn – auch für Jura-Studenten und Anwälte: RSS Feeds gibt es nicht nur vom BGH und BVerfG sondern auch von vielen Anwälten die aus der Praxis berichten sowie vom Bundestag zu den verschiedensten Themen.
Ein Reader soll die verschiedenen Quellen übersichtlich gestalten und es ermöglichen, einen Überblick über die Vielfalt der Meldungen zu erhalten. Dabei gibt es inzwischen Online- wie Offline-Lösungen, kostenlose und kostenpflichtige.
Ich persönlich ziehe die Offline-Lösung, also ein Programm auf dem Rechner, vor, da ich gerne auch mal unterwegs ohne Internet lese. Und da es eine vielzahl kostenloser Lösungen gibt, hat sich mir der Sinn der kostenpflichtigen noch nicht erschlossen. Zumal die eine Funktion die ich suche, auch bei den kostenpflichtigen nicht enthalten ist, dazu später aber mehr.
Bisher im Einsatz war der “Feedreader”, nochmals getestet habe ich RSSOWL, Feed-n-Read, Feeddemon und Awasu. Der Feedreader ist und bleibt die für mich beste Alternative, wobei RSSOWL auch sehr gut aussieht. An zweiter Stelle kommen Feed-n-Read sowie Feeddemon, Awasu ist für mich nichts gewesen.
Was mich bei allen Readern – abgesehen vom Feedreader – nervt ist, dass man Channel nur mit einem Doppelklick öffnet und die dann als Tab durchsehen muss. Der Feedreader ist da intuitiver. Feed-n-read und Feeddemon waren zwar schön bunt (sah wirklich gut aus, vor allem bei Feed-n-read die geladenen Favicons), doch jedenfalls beim Feeddemon war mir die Aufbereitung der Artikel zu anstrengend: Ich bevorzuge das Mail-Lesemuster – oben die “Betreffs” unten die Vorschau. Der Feeddemon ist da mit seiner aufbereitung zu verspielt für mich.
Beim RSSOWL gefällt mir sehr gut, dass man ein Programm wie Blogdesk anknüpfen kann. Das vereinfacht das Bloggen von Artikeln. Was aber allen Programmen fehlt ist die Möglichkeit, einzelne Artikel in getrennte Ordner zu legen oder wenigsten mit eigenen Tags zu versehen und zu markieren. Hintergrund: Ich kann nicht immer sofort was schreiben. Lieber wäre es mir, wenn ich die Artikel die mir auffallen in eigene kategorien verschieben könnte, um dann später sortiert was dazu zu schreiben. Der Feedreader kann immerhin einzelne Artikel in ein so genanntes “Archiv” legen, aber es gibt nur ein Archiv. Wären es mehrere, wäre das sinnvoller.
In den grundfunktionen sind alle gleich: Jedes kann OPML-Dateien (also Listen mit Quellen) importieren und man hat immer die Einordnung in Kategorien als Baum, die links zu sehen sind.
Alles in allem kann ich jedem, der mehr als 5 RSS-Channel beobachtet nur ans Herz legen, sich den Feedreader und RSSOWL mal in Ruhe anzusehen. Wer es bunt mag, sollte auf Feed-n-read blicken.
Getestet habe ich übrigens mehr Reader und hier nur die fünf vorgestellt, die kostenlos waren und mich am ehesten ansprachen. Jeder muss am Ende für sich persönlich entscheiden, was ihm gefällt – meine kleine Vorauswahl soll da helfen. Dabei nicht nur kurz aufs Design achten, sondern einfach mal eine Quelle einbinden, aktualisieren und sich einen Beitrag durchlesen. Dieser Arbeitsschritt reicht, um zu merken, ob man zu viel klicken muss oder ob es noch Spass macht.
Links dazu:
[...] auch mit eigenem RSS-Channel. Wer einen Feedreader sucht oder noch gar nichts davon kennt, kann hier etwas von mir zum Thema lesen. Juristische RSS-Channel als OPML Datei hier [...]