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	<title>Jurakopf &#187; academia iuris</title>
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		<title>Gesamtschau: Aktuelle Werbung für Jura-Studenten (und Referendare)</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 07:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soeben kam die aktuelle JuS (4/2008) und ich habe mich schon gefreut: War sie doch doppelt so dick wie sonst. Da winkte viel Stoff zum Lesen &#8211; vermeintlich. Ich habe vergessen, dass nun Semesterbeginn ist und entsprechend Werbung getrieben wird. Insgesamt 4 Werbemagazine (zzgl. dem JuS Magazin) habe ich aus der JuS gezogen. Ich gebe mal einen Überblick samt Wertung.... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/gesamtschau-aktuelle-werbung-fur-jura-studenten-und-referendare/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben kam die aktuelle JuS (4/2008) und ich habe mich schon gefreut: War sie doch doppelt so dick wie sonst. Da winkte viel Stoff zum Lesen &#8211; vermeintlich. Ich habe vergessen, dass nun Semesterbeginn ist und entsprechend Werbung getrieben wird. Insgesamt 4 Werbemagazine (zzgl. dem JuS Magazin) habe ich aus der JuS gezogen. Ich gebe mal einen Überblick samt Wertung.</p>
<p><span id="more-149"></span></p>
<p><strong>Beck</strong><br />
Zuerst das dickste: Die Werbebeilage vom Beck-Verlag. Und die ist nicht nur dick, sondern die kann sich auch sehen lassen. Wie bereits bei der letzten hat man sich die Mühe gemacht und es wirklich sauber thematisch sortiert, dabei hat jedes Thema einen farbigen Reiter an der Seite, wie bei einer Fernsehzeitschrift. Am Ende gibt es sogar ein Autoren- und Sachverzeichnis, bei etwa 70 Seiten Broschüre gar nicht mal unangebracht. Wer also was zum Strafrecht sucht, sieht vorne (oder hinten) nach, schlägt es auf und sieht das Verlagsprogramm zum Thema.</p>
<p>Ich finde die Beck-Broschüre klasse, auch wenn Sie die Angst des Studenten schüren wird: &#8220;Das alles muss ich wissen?&#8221;. Nunja, sicherlich nicht wirklich und vor allem muss man nicht all diese Bücher im Regal stehen haben. So gut ich den Beck-Prospekt auch finde, so sehr muss er auch als Kritikpunkt dienen: Wie soll ein Student in dieser Fülle von Bücherwerbung noch wissen, was er auf jeden Fall braucht, was nützlich und was Luxus ist? Zu laut sollte ich mich aber nicht beschweren, eben hier liegt ja die Daseinsberechtigung für Jurakopf.de &#8211; und wohl die Erklärung für die zunehmenden Besucherzahlen. Trotzdem möchte ich es nochmals ausführen, speziell für die Verlagsmitarbeiter, die hier mitlesen.</p>
<p>Beispiel: Der Student im 1. Semester sucht ein Buch zum StGB AT. Nun schlägt er im Beck-Prospekt die Seite 49 auf, wo er eine ganze Seite mit Büchern (8 an der Zahl!) zum Thema StGB AT findet. Wie soll der arme Student (oder die arme Studentin) denn hier entscheiden, was er/sie braucht? Für mich ist das nicht schwer, fortgeschrittene Semester können zwischen dem 2-Bändigen Roxin und dem Werk von Haft schnell und gut gewichten &#8211; aber Anfänger eben nicht. Mehr Hilfestellung, eine konkretere Zielgruppe, wäre angemessen.</p>
<p><strong>WoltersKluwer</strong><br />
Den Prospekt von WoltersKluwer finde ich zwar optisch recht ansprechend aufgemacht, die Struktur ist aber für mich nicht zugänglich. Zum einen ist das Inhaltsverzeichnis so bunt, wie schlecht gemachte eBay-Anzeigen: Mal Blau, dann Rot, dann Grün &#8211; dann wieder blau. Verschiedene Schriftgrössen und mal Fett- mal Normalschreibung runden das Bild ab.</p>
<p>Selbst wer sich durch den typographischen Dschungel schlägt, steht vor konzeptionellen Problemen: Wenn ich ein Buch zum Erbrecht suche, schlage ich Seite 6 auf, oder Seite 15? Bei beiden Angaben steht Erbrecht, Hintergrund ist die Strukturierung nach Schriftreihe (Academia Iuris, Basisstudium etc.). Die aber ist erst sinnvoll, wenn man die Schriftreihen einem Konzept unterwirft und dies auch dem Leser vermittelt. Wenn ich z.B. wüsste, dass für mich die Academia Iuris Reihe einschlägig ist, würde ich direkt Seite 6 aufschlagen können &#8211; die Mühe macht man sich aber nicht. Stattdessen schlage ich zuerst Seite 6 auf, lese den Text zum Brox/Walker, danach Seite 15 und lese den Text zum Löhnig. Ergebnis: Null. Ich bin immer noch nicht schlauer, laut Text scheint sogar in beidem das gleiche zu stehen. Ich glaube, da muss noch ein bisschen Basis-Arbeit im Marketing stattfinden damit das rund läuft.</p>
<p>Während ich den Prospekt konfus zur Seite lege bleibt die Frage, ob mein Eindruck stimmt, dass es bei WoltersKluwer zum Strafrecht nur Klausurenkurse gibt. Ein Lehrbuch habe ich jedenfalls nicht gefunden, vielleicht gibt es eines, der Prospekt konnte es mir aber nicht vermitteln.</p>
<p><strong><em>C.F. Müller</em></strong><br />
Der C.F. Müller-Verlag -der mit in letzter Zeit immer häufiger positiv auffällt- überrascht auch diesmal mit einem Prospekt, das nicht nur mit Darstellungen, sondern auch mit Inhalten wirbt. Da gibt es Beiträge die mehr oder minder interessant sind, lustig sind Ideen wie der Test &#8220;Welcher Lerntyp bist du&#8221;. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige Leser dieses Werk aufmerksamer konsumieren als die anderen. Und als jemand der einige Zeit im Bereich Marketing tätig war freue ich mich immer über abwechslungsreiche Ideen.</p>
<p>Der eigentliche Produktkatalog, der nur einen Teil des Prospektes ausmacht, ist sehr übersichtlich, wobei man auf ein Inhaltsverzeichnis oder Stichwortverzeichnis verzichtet hat. Ebenfalls sehr schön ist es, dass es für Erstsemester mit &#8220;Zum ersten Einstieg&#8221; eine eigene Kategorie gibt in der fächerübergreifend Bücher mit Basis-Wissen dargestellt werden. Auch wenn ich diese Bücher weniger empfehle, sondern (nach dem ersten Eindruck) vielmehr die Reihe &#8220;Schwerpunkte&#8221; aus dem Hause C.F. Müller, die als &#8220;Vorlesungsbegleitend&#8221; offeriert wird. Der Verlag zeigt hier sehr schön, wie man Bücher den Zielgruppen verständlich und schmackhaft machen kann, ein (kleines) Vorbild für die anderen Verlage, das es endlich auszubauen gilt.</p>
<p><strong><em>Boorberg</em></strong><br />
Ich habe fast 70 juristische Bücher gekauft, die hier auch stehen. Gerade habe ich nochmal rüber gesehen: Ein Buch aus dem Boorberg Verlag ist nicht darunter. Und wenn ich nur nach der Werbung gehe ist das kein Wunder: Den Prospekt hatte ich ungelesen weggeworfen und erst wieder aus dem Müll geholt als mir die Idee kam, diesen Artikel zu schreiben. Optisch ist die Broschüre einfach nur fürchterlich, die Aufmachung der Bücher spricht ebenfalls nicht an (sorry, das Auge kauft mit). Und selbst jetzt, wenn ich reinsehe ist das erste Werk für Anfänger, das mir ins Auge fällt, ein Buch zum BGB AT für satte 28,80 Euro. Das ist keine optimale Produktplatzierung, zumal das mit dem Brox mithalten muss der erheblich günstiger ist.</p>
<p>Die ausgewählten Bücher (es sind nur wenige, viel Platz ist nicht in der Werbung bei 4 doppelt bedruckten Seiten) erscheint mir sehr willkürlich und Zielgruppenübergreifend. Dabei macht man erhebliche Fehler, die gebildete Internetnutzer verwirren. So wird auf Seite 6 ein &#8220;W3 Support&#8221; angeboten. Blöd nur, dass es mit dem W3C etwas ähnliches im Netz gibt und ich zuerst dachte, dass die hier Hilfestellung bei W3C-Konformen Webseiten anbieten wollen. Zum Vergleich <a href="http://www.w3support.de/sixcms/media.php/279/head.gif" target="_blank">hier einfach mal das Boorberg-Logo</a> ansehen und jetzt mal eines der (weit verbreiteten!) <a href="http://www.w3.org/Icons/valid-xhtml10" target="_blank">W3C-Logos</a>.</p>
<p>Alles in allem kann ich hier leider nichts positives berichten, was ein schlimmes Ergebnis ist, denn ich lese gerne Prospekte und die anderen drei habe ich von hinten bis vorne durchgeblättert &#8211; während das von Boorberg wirklich ungelesen im Müll landete. Ich glaube, da muss man nochmal ganz von vorne die Strategie überdenken.</p>
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		<title>Ipsen und Frenz: Eine Schwerdtfeger-Alternative?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 07:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sammeldarstellungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der von mir hier vorgestellte Schwerdtfeger ist der Standard wenn es um das Lernen im Bereich öffentliches Recht geht. Umso vorsichtiger muss man sein, wenn man hier eine Alternative empfehlen möchte. Ich bin mir dessen bewusst wenn ich hier proklamiere: Ich glaube ich habe da was gefunden. Mir liegen zwei Bücher der Reihe &#8220;Academia iuris&#8221; vor: Einmal &#8220;Allgemeines Verwaltungsrecht&#8221; von... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/ipsen-und-frenz-eine-schwerdtfeger-alternative/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.jurakopf.de/offentliches-recht-in-der-fallbearbeitung/" target="_blank">von mir hier</a> vorgestellte Schwerdtfeger ist der Standard wenn es um das Lernen im Bereich öffentliches Recht geht. Umso vorsichtiger muss man sein, wenn man hier eine Alternative empfehlen möchte. Ich bin mir dessen bewusst wenn ich hier proklamiere: Ich glaube ich habe da was gefunden.</p>
<p><span id="more-111"></span></p>
<p>Mir liegen zwei Bücher der Reihe &#8220;Academia iuris&#8221; vor: Einmal &#8220;Allgemeines Verwaltungsrecht&#8221; von Ipsen und &#8220;Öffentliches Recht&#8221; von Frenz. Das grösste Manko dieser beiden Bücher, das sich auch mir hier stellt, ist wiedermal der Verlag an den ich die gleiche Kritik richten muss, wie an den Beck-Verlag <a href="http://www.jurakopf.de/polizeirecht-nrw-im-beck-verlag/" target="_blank">in meinem vorherigen</a> Artikel: Die Bücher sind zwar von verschiedenen Autoren in der gleichen Reihe, haben aber faktisch den gleichen Inhalt. Ein wenig Abstimmung innerhalb der Verlagsreihe wäre da sinnvoll. Zumal man durchaus beiden Büchern eine Existenzberechtigung geben kann, was ich im Folgenden versuche. Es bleibt alleine die Frage, warum die Verlage sich die Arbeit nicht machen und dann z.B: auf Ihren Büchern eine Zielgruppe vermerken. Es ist am Ende ärgerlich, wenn gute Bücher nicht gekauft (und gelesen) werden, nur weil die Zielgruppe nicht weiss, dass das Buch auch für sie gemacht wurde.</p>
<p>Was mir beim Frenz sehr gut gefiel war die Aufbereitung nach Anspruchsgrundlagen: Man lernt hier öffentliches Recht auf eine Art in einem Buch, die mir so im Ö-Recht noch nicht begegnet ist &#8211; strukturiert nach Anspruchsgrundlagen. Der Reihe nach wird dargestellt, was man eventuell begerht und welche Anspruchsgrundlagen dafür in Frage kommen. Auf diese Art wird faktisch das gesamte öffentliche Recht, aber sehr kurz, dargestellt. Das Werk ist sehr verständlich aufgebaut, liest sich enorm flüssig und profitiert von der insgesamten sehr handlichen Aufbereitung der gesamten &#8220;Academia iuris&#8221; Reihe.</p>
<p>Ich finde, mitunter geht es dann sogar sehr schnell, so dass ich dieses Werk empfehle, wenn es darum geht, schon vorhandenes Wissen aufzufrischen und in der richtigen Struktur zu verfestigen. Wer nich nochmal im Detail alles nachlesen will sondern nur das wichtigste wiederholen möchte findet hier das passende Buch.</p>
<p>Beim Ipsen dagegen darf man sich nicht vom Titel verwirren lassen: Zwar steht &#8220;Allgemeines Verwaltungsrecht&#8221; drin, es beinhaltet aber auch das Verwaltungsprozeßrecht und Themen wie die Amtshaftung. Ist somit ein Kompendium, das aber sehr ins Detail geht &#8211; damit kann ich das Werk dann für diejenigen empfehlen, die sich in das Thema überhaupt erst einlesen möchten, wobei ich füchte, dass es dann doch etwas viel sein wird.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong><br />
Die Werke sind eine Schwerdtfeger-Alternative. Dies nicht obwohl, sondern gerade weil es zwei Bücher sind, die sich an zwei verschiedene Zielgruppen richten. Mir fiel das Arbeiten mit dem Schwerdtfeger schwer, als ich nur noch kurz wiederholen wollte, was ich ohnehin im Kopf hatte. Das Werk von Frenz ist hier sehr viel zugänglicher gewesen. Und das Lesen des (umfangreichen) Ipsen, um ihn hier vorzustellen, war eine echte Freude. Wer mit dem Thema jetzt anfängt, findet hier einen guten Einstieg. Für mich ist dies eine klare und berechtigte Schwerdtfeger-Konkurrenz.</p>
<p>Die Preise sind mit 25 Euro für den Frenz und 22,80 Euro für den Ipsen recht happig, aber angemessen &#8211; zumal man nicht beide Bücher gleichzeitig braucht, sondern sich nur das anschaffen sollte dass momentan angebracht erscheint.</p>
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