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	<title>Jurakopf &#187; BGB AT</title>
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		<title>Juristische Ausbildungs-Literatur zum BGB AT (Empfehlung)</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 09:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[BGB AT]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[bgb at]]></category>

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		<description><![CDATA[Im BGB AT kann ich nur sehr schwierig gewichten und ordne momentan wie folgt: Köhler oder Schack Brox Eine Gewichtung zwischen Köhler und Schack möchte ich nicht treffen, da sie beide ausgezeichnet sind und unterschiedliche Ansätze verfolgen: Der Schack ist ideal, um schnell und verständlich den Einstieg in das Thema zu finden. Der Köhler ist zwar veständlich, bietet aber mehr... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/empfehlung-bgb-at/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Im BGB AT kann ich nur sehr schwierig gewichten und ordne momentan wie folgt:</p>
<ol>
<li><a href="http://www.jurakopf.de/kohler-bgb-at/" target="_blank">Köhler</a> oder <a href="http://www.jurakopf.de/schack-bgb-at/" target="_blank">Schack</a></li>
<li>Brox</li>
</ol>
<p>Eine Gewichtung zwischen Köhler und Schack möchte ich nicht treffen, da sie beide ausgezeichnet sind und unterschiedliche Ansätze verfolgen: Der Schack ist ideal, um schnell und verständlich den Einstieg in das Thema zu finden. Der Köhler ist zwar veständlich, bietet aber mehr Ausführungen und geht mitunter mehr ins Detail, so dass man mehr Energie aufwenden muss, was auch teilweise sehr anstrengend sein wird. Dafür wird der Köhler auch langfristig, vor allem bei einer Hausarbeit, eine (zumindest kleine) Hilfe sein.</p>
<p>Der Brox (heute Brox/Walker) war früher mein Favorit, ist es heute aber nicht mehr: Auch wenn sehr verständlich, ist er im Nachhinein eine Art Mitte aus Köhler und Schack. Wenn auch recht flüssig zu lesen ist das anstrengende Schriftbild und die nicht klar abgegrenzte Leser-Zielgruppe dann doch schnell anstrengend. Besser ist es, sich dann (entsprechend der eigenen Vorliebe) zwischen Köhler oder Schack zu entscheiden.</p>
<p><em>Bei den Examinatorien hat mich <a href="http://www.jurakopf.de/gottwald-examens-repetitorium-bgb-at/" target="_blank">das Buch von Gottwald</a> leider nicht überzeugt, <a href="http://www.jurakopf.de/becksches-examinatorium-bgb-at/" target="_blank">das BGB-AT-Examinatorium</a> von Grigoleith/Herresthal war das konzeptionell einfach überzeugender.</em></p>
</div>
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		<title>Gottwald: Examens-Repetitorium BGB-AT</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 09:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[BGB AT]]></category>
		<category><![CDATA[bgb at]]></category>
		<category><![CDATA[examen]]></category>
		<category><![CDATA[peter gottwald]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Bücher hier bespreche ich &#8220;ex ante&#8221;: Da ich nun mal im Examen stehe und meine Scheine habe, kann ich schwerlich schreiben, wie man das betreffende Rechtsgebiet aktiv mit dem Buch erlernt &#8211; ich kann es aber sehr wohl einschätzen. Anders ist das aber natürlich beim &#8220;Examens-Büchern&#8221;, von denen ich mir zur Zeit auch sehr viele anschaffe. Hier muss sich... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/gottwald-examens-repetitorium-bgb-at/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Bücher hier bespreche ich &#8220;ex ante&#8221;: Da ich nun mal im Examen stehe und meine Scheine habe, kann ich schwerlich schreiben, wie man das betreffende Rechtsgebiet aktiv mit dem Buch erlernt &#8211; ich kann es aber sehr wohl einschätzen.</p>
<p>Anders ist das aber natürlich beim &#8220;Examens-Büchern&#8221;, von denen ich mir zur Zeit auch sehr viele anschaffe. Hier muss sich ein Buch an meinen aktiven (persönlichen) Erwartungen messen lassen &#8211; der Gottwald hat es leider nicht geschafft. Auch wenn das Konzept wirklich überzeugend war, so fehlte mir zum Ende hin dann doch etwas.</p>
<p><em>Hinweis: Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zugestellt</em></p>
<p><span id="more-787"></span></p>
<p>Zuerst zum Konzept: Der Autor setzt (natürlich) das Wissen zum BGB at vorraus. Er führt also nicht mehr in das Thema ein, sondern will wiederholen und vertiefen. Dazu setzt er auf einen gegliederten Fallaufbau, das heisst:</p>
<ol>
<li>Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis lässt das Buch wie ein BGB-AT Lernbuch erscheinen: man sieht die bekannte Strukturierung der wichtigen Themen des BGB AT</li>
<li>Wenn man dann die Kapitel durcharbeitet, wird immer nur ein sehr kurzer Absatz mit Inhalten geliefert, danach gibt es einen kurzen Fall der sodann gelöst wird.</li>
</ol>
<p>Die Idee ist soweit gut, aber am Ende, wenn man es durchgearbeitet hat, bleibt die Frage, ob es nicht doch nur ein Klausurenkurs ist. Der aber dann mitunter sehr kurze Klausuren bietet, besonders da es (aufgrund der Gliederung) ja immer nur um Einzelfragen geht.</p>
<p>Auch gibt es hin und wieder Anmerkungen, die aber ebenfalls sehr kurz sind &#8211; dabei fehlten mir vor allem ausdrückliche Hinweise auf die aktuelle Rechtsprechung. Nicht weil man die &#8220;auswendig können muss&#8221;, sondern weil ich solche Hinweise nutze, um die Argumentation der Rechtsprechung zu verstehen und insbesondere auch nochmal zu vertiefen.</p>
<p>Ich möchte es aber nicht nur kritisieren: Die Darstellung ist inhaltlich gelungen, der Text ist flüssig durchzuarbeiten, die Lösungen zu den Fällen sind verständlich und gut aufbereitet.</p>
<p>Es verbleibt bei mir die Frage, ob diese stark konzentrierte Arbeit an der Einzelfrage wirklich geeignet ist, sich auf unbekannte Fragestellungen vorzubereiten. Einerseits liegt es nahe, dass man durch die Einzelfrage gezwungen ist den konkreten Fall zu &#8220;sezieren&#8221;, andererseits ist gerade bei Jurastudenten das Problem, das man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht (also vor lauter Einzelfallproblemen die konkrete Fallgestaltung übersieht), das große Problem in Klausuren.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Für mich ist es eine grenzwertige Geschichte, ich hoffe durch obige Darstellung klar gemacht zu haben warum. Ich möchte es aber nicht verallgemeinern und rufe dazu auf, sich das Buch selber anzusehen und zu prüfen, ob man es vielleicht anders wertet &#8211; dann ist ein Kommentar hier übrigens auch gerne gesehen.<br />
Ich habe übrigens ein wenig den Eindruck, dass sich in der Zwischenprüfung (sofern dort eine BGB-AT-Klausur geschrieben wird) das Buch bezahlt machen kann, auch wenn &#8220;Examen&#8221; darauf steht.</p>
<p><strong><em>Daten zum Buch</em></strong></p>
<p>Peter Gottwald<br />
Examens-Repetitorium BGB AT<br />
2. Auflage<br />
Verlag C.F.Müller<br />
Preis: 18,50 EURO<br />
ISBN 9783811481114</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schack: BGB AT</title>
		<link>http://www.jurakopf.de/schack-bgb-at/</link>
		<comments>http://www.jurakopf.de/schack-bgb-at/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 08:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[BGB AT]]></category>
		<category><![CDATA[bgb at]]></category>
		<category><![CDATA[c.f.müller]]></category>
		<category><![CDATA[haimo schack]]></category>

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		<description><![CDATA[Bücher zum BGB AT gibt es (fast) wie Sand am Meer. Dabei schätzt man sie gerne falsch ein in ihrer Bedeutung: Fachlich behandeln sie das Gebiet, das man wirklich rundum im Zivilrecht beherrschen muss, werbetechnisch sind sie das erste Buch mit dem ein Student den Einstieg in das Fachgebiet wagt, das im Regelfall im Examen den Schwerpunkt ausmacht. Der Verlag... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/schack-bgb-at/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bücher zum BGB AT gibt es (fast) wie Sand am Meer. Dabei schätzt man sie gerne falsch ein in ihrer Bedeutung: Fachlich behandeln sie das Gebiet, das man wirklich rundum im Zivilrecht beherrschen muss, werbetechnisch sind sie das erste Buch mit dem ein Student den Einstieg in das Fachgebiet wagt, das im Regelfall im Examen den Schwerpunkt ausmacht. Der Verlag der hier glänzt, gewinnt einen Vertrauensbonus, der sich bei der nächsten &#8220;Shopping-Tour&#8221; auszahlen wird &#8211; ein Patzer dagegen kann empfindlich potentielle Kunden kosten.</p>
<p>Das Buch von Schack ist erstmal angenehm, denn es ist dünn. Also hat er sich entweder auf das Wesentliche konzentriert oder es verpasst. Ausserdem macht es Schack für mich in der Rezension einfach, denn er gibt den Anspruch an sich selbst schon vor, wie man im Vorwort zur 6. Auflage nachlesen kann:</p>
<blockquote><p>Darüber ob der Autor seinen eigenen Ansprüchen gerecht geworden ist, mögen die Leser urteilen.</p></blockquote>
<p>Er bezieht sich auf die Ausführungen in Kapitel 22 (Methodik der Fallbearbeitung), wo er besonders hervorhebt:</p>
<ol dir="ltr">
<li>
<div>Verständliche Sprache</div>
</li>
<li>
<div>Knappe Darstellung</div>
</li>
<li>
<div>Übersichtliche Gliederung</div>
</li>
</ol>
<p><span id="more-780"></span></p>
<p>Es ist kein Zufall, dass ich in meinen Rezensionen so gerne etwas zum Schriftbild und der Sprache eines Buches schreibe, auch wenn man es in anderen Rezensionen gerne vermisst: Auch wenn der Inhalt noch so gut ist, eine unverständliche Sprache oder ein anstrengendes Schriftbild werden dem Leser das Erarbeiten der Inhalte erschweren.</p>
<p>Bei Schack gibt es hier nichts zu Mäkeln: Er schreibt deutlich, klar, verständlich und nutzt gerne &amp; oft den Absatz um den Leser mit Text nicht zu erschlagen. Die zahlreichen Fälle, allesamt für Anfänger sehr gut gewählt und weder zu einfach noch zu schwierig &#8211; wohl aber zunehmend anspruchsvoll &#8211; sind immer hervorgehoben, so dass man problemlos im Lesefluss bleiben kann.</p>
<p>Den ersten Anspruch an sich selbst (verständliche Sprache) erfüllt Schack sehr souverän, womit ich zur &#8220;knappen Darstellung&#8221; kommt. Wie schon erwähnt, ist das Buch sehr dünn, ein Blick auf die Seitenzahlen (172) macht erstmal skeptisch. Der Brox mit um die 400 Seiten oder der Köhler mit ca. 300 Seiten macht da nachdenklich.</p>
<p>Aber: Inhaltlich ist alles drin was man braucht. Beim direkten Vergleich mit anderen Büchern lässt sich inhaltlich nichts ausmachen, was er aussen vor lässt &#8211; aber es geht mitunter nunmal recht schnell. Für den Zugang der Willenserklärung etwa investiert Schack gute 2 Seiten &#8211; andere nehmen sich hier bis zu 10 Seiten. Doch zu bedenken ist eines: Für einen Anfänger im ersten Semester ist das mitunter auch sehr viel. Schack weiss, die richtigen Schwerpunkte zu setzen, ausgewählte Verweise zum Vertiefen zu geben und auch zu betonen, wo mitunter eine Vertiefung wichtig ist.</p>
<p>Das Buch ist letztlich nunmal kein Lehrbuch, sondern ein Lernbuch, wobei es mich in der Form an ein Skript erinnert. Es bietet also die Gelegenheit, problemlos und relativ schnell die Materie zu erarbeiten.</p>
<p>Es verbleibt der dritte Punkte: Die übersichtliche Gliederung. Und hier hat mich der Autor etwas überrascht, denn seine Gliederung ist nicht einfach übersichtlich: Die Struktur die er gewählt hat fand ich sehr ansprechend und ist mir so auch nicht begegnet, jedenfalls in Konsequenter Anwendung. Bei ihm gibt es vier Teile:</p>
<ol>
<li>Die Rechtssubjekte</li>
<li>Die Rechtsobjekte</li>
<li>Die Willenserklärung</li>
<li>Die Willenserklärung für andere</li>
</ol>
<p>Das mag bei anderen ähnlich aussehen, aber z.B. der Brox hat m.E. die Struktur nicht wirklich sauber durchgehalten. Beim Köhler wurde einfach alles unter &#8220;Rechtsgeschäftslehre&#8221; gepackt, was auch zutreffend ist, aber die Struktur von Schack ist da sehr viel zugänglicher, da er die Unterpunkte diesen Teilen inhaltlich überzeugender zuordnen kann. Letztlich beim Lesen dann ist das Verständnis des dahinter liegenden Systems doch einfacher.</p>
<p>Das letzte Kapitel ist, was man zunehmend bei der Einsteigerliteratur findet, ein Kapitel zum Thema Fallbearbeitung. Auch hier fasst er sich knapp, gibt ausgezeichnete Hinweise und erläutert die Technik verständlich. Was fehlt wäre ein Abschlussfall oder zumindest der Hinweis auf eine besonders gelungene Besprechung in einer Ausbildungszeitschrift &#8211; so ist das letzte Kapitel dann doch ein wenig zu abstrakt, wenn auch inhaltlich sehr gelungen.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Im Ergebnis lässt sich festhalten, dass es ein überzeugendes Werk ist. Gerade Anfänger werden sich über den schnellen Zugang zum Rechtsgebiet freuen. Allerdings spätestens bei der ersten Hausarbeit wird man mit dem Buch nichts mehr anfangen können, dort fehlen dann doch die Verweise, die man so zahlreich brauchen wird &#8211; gerade als Anfänger, der sich im Wust der Literatur erst zurecht finden muss.</p>
<p>Alles in allem ist der Schack ein rundum gelungenes Werk, das den Einstieg in den BGB AT erheblich erleichtert.</p>
<p><em><strong>Daten zum Buch</strong></em></p>
<p>Haimo Schack<br />
BGB &#8211; Allgemeiner Teil<br />
12. Auflage<br />
Verlag C.F.Müller<br />
ISBN 9783811481022<br />
Preis: 18 Euro</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Köhler &#8211; BGB AT</title>
		<link>http://www.jurakopf.de/kohler-bgb-at/</link>
		<comments>http://www.jurakopf.de/kohler-bgb-at/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 20:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[BGB AT]]></category>
		<category><![CDATA[beck]]></category>
		<category><![CDATA[bgb at]]></category>
		<category><![CDATA[c.h.beck]]></category>
		<category><![CDATA[helmut köhler]]></category>
		<category><![CDATA[juristische kurz-lehrbücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin eher zufällig bei eBay über eine ältere Ausgabe vom Köhler gestolpert und fand ihn auch gut, der Beck-Verlag hat mir netterweise eine aktuelle zugeschickt. Und ich muss feststellen: Ein überzeugendes Buch. Ein gutes Buch zum BGB AT erkennt man auf den ersten Blick: Es ist nicht zu dick und konzentriert sich auf das, was es für die meisten... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/kohler-bgb-at/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin eher zufällig bei eBay über eine ältere Ausgabe vom Köhler gestolpert und fand ihn auch gut, der Beck-Verlag hat mir netterweise eine aktuelle zugeschickt. Und ich muss feststellen: Ein überzeugendes Buch.</p>
<p><span id="more-735"></span></p>
<p>Ein gutes Buch zum BGB AT erkennt man auf den ersten Blick: Es ist nicht zu dick und konzentriert sich auf das, was es für die meisten Studenten nunmal ist &#8211; der Start in das Zivilrecht überhaupt. Gefragt sind da nicht nur verständliche Ausführungen, sondern klare Darstellung und weniger Rechtstheorie. Ein Buch zum BGB AT etwa, dass den Leser mit Fundstellen erschlägt, ist in der Hausarbeit sicherlich praktisch &#8211; bis man die schreibt, muss man aber erstmal verstehen worum es geht; und ist dankbar für klare und kurze Sätze.</p>
<p>Darauf lässt sich das Geheimnis des Erfolges des Brox/Walker komprimieren &#8211; und der Köhler schlägt erfolgreich in diese Kerbe. Das merkt man schnell, etwa wenn man in das Literaturverzeichnis blickt: Ganze 17 Werke sind da zu finden. Das spricht für eine stringente Auswahl und auch dafür, dass der Autor eben nicht versuchen wird, sich in Theorien zu verlieren. Wer das erwartet, wird nicht enttäuscht.</p>
<p>Der Autor investiert nur wenige Seiten in die obligatorische Einleitung und konzentriert sich stattdessen auf die wichtigen Themen. Dabei weiss er nicht nur Schwerpunkte zu setzen, sondern fasst sich auch in den Kapiteln selbst kurz &#8211; ohne auf eine klare Sprache zu verzichten, keinesfalls sind die Ausführungen &#8220;zu kurz&#8221;. Das längste Kapitel ist bspw. das zur Stellvertretung, mit gut 30 Seiten. Bei insgesamt 286 Seiten zum Thema BGB AT merkt man, dass da ein wirklich schneller Einstieg geboten wird.</p>
<p>Auf Fußnoten wird verzichtet, was den Leser das Werk noch leichter erarbeiten lässt &#8211; dennoch gibt es Fundstellen: Ausgewählte, im Text, konzentriert je nach Kontext. Der Fokus liegt hier eindeutig auf der Wissensvermittlung, was auch ausgezeichnet gelingt.</p>
<p>Die Definitionen sind hervorgehoben und gerade Anfänger werden dafür dankbar sein &#8211; was mir ein wenig fehlte waren optische Hilfsmittel. Das nicht am Fall gearbeitet wird ist nicht schlimm und auch normal bei Büchern zum BGB-AT, dafür bietet der Autor aber viele Beispiele, die immer wieder das Verständnis erleichtern. Dennoch wäre das ein oder andere Aufbauschema noch schön, etwa wenn es um kompliziertere Prüfungen im Bereich Stellvertretungsrecht geht.</p>
<p>Sehr schön ist das letzte Kapitel zur Fallbearbeitung, in dem wichtige Fallstricke erklärt und aufbereitet werden. Ein wenig überrascht war ich von dem Musterfall am Ende: Schön ist auf jeden Fall die Idee, einen solchen Fall zu präsentieren. Inhaltlich aber ist er etwas zu anspruchsvoll für Anfänger: Der §1004 bzw. §858 ist zu hoch gegriffen &#8211; dann lieber zwei Fälle, einmal zum Minderjährigenrecht und zur Stellvertretung, die wesentlich einfacher sind. Gerade Anfänger, die in erster Linie Aufbaufragen lernen, werden hier dankbar sein.</p>
<p>Eignet sich das Buch zur Wiederholung: Kurz und knapp ja.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Ein ausgezeichnetes Buch, das die Bezeichnung Standardwerk im bereich der Einstiegsliteratur durchaus verdient hat. Durch die klare Struktur ist es problemlos zur vorlesungsbegleitenden Nacharbeit geeignet.</p>
<p>Nach all den Jahren als &#8220;Brox-Fan&#8221; und einer längeren Umgewöhnungsphase muss ich feststellen, dass ich (kurz vor dem Examen) nun umschwenke: Ich empfehle den Köhler, der mir einen kleinen Tick besser gefällt als der Brox, vor allem wegen der klaren Sprache und Struktur.</p>
<p><em><strong>Daten zum Buch</strong></em></p>
<p>Helmut Köhler<br />
32. Auflage<br />
C. H. Beck<br />
ISBN 978-3-406-57782-6<br />
18,90 EURO</p>
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