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	<title>Jurakopf &#187; Europa- und Völkerrecht</title>
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		<title>Empfehlungen: Literatur zum Europarecht und Völkerrecht</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 21:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[europarecht]]></category>
		<category><![CDATA[völkerrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Europarecht gebe ich folgenden Rat, je nach Zielgruppe: Wer einen schnellen Einstieg sucht, die Basics beherrschen möchte, aber eben weder viele Details noch viel Zeit investieren möchte, der ist bei dem Buch von Thiele genau richtig. Wer dagegen einen umfassenden Überblick sucht, der detailliert einen Einstieg bietet und auch eine Grundlage für einen möglichen Schwerpunkt in dem Bereich bereit... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/empfehlungen-europarecht-und-volkerrecht/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="announcement_post"><p>Im <em>Europarecht</em> gebe ich folgenden Rat, je nach Zielgruppe:</p>
<ol>
<li>Wer einen schnellen Einstieg sucht, die Basics beherrschen möchte, aber eben weder viele Details noch viel Zeit investieren möchte, der ist bei dem <a href="http://www.jurakopf.de/thiele-europarecht/" target="_blank">Buch von Thiele</a> genau richtig.</li>
<li>Wer dagegen einen umfassenden Überblick sucht, der detailliert einen Einstieg bietet und auch eine Grundlage für einen möglichen Schwerpunkt in dem Bereich bereit hält, der sollte das <a href="http://www.jurakopf.de/herdegen-europarecht-und-volkerrecht/" target="_blank">Werk von Herdegen</a> aufgreifen.</li>
</ol>
<p>Im Völkerrecht war das <a href="http://www.jurakopf.de/herdegen-europarecht-und-volkerrecht/" target="_blank">Buch von Herdegen</a> das einzige &#8211; und das schon mit Abstrichen &#8211; das m.E. dem Pflichtfachstoff am gerechtesten wurde, solange man selber das ein oder andere Kapitel filtert. Und wer die EMRK im Einzelnen vertiefen muss, der liegt bei dem entsprechenden <a href="http://www.jurakopf.de/kurzhinweis-kurzlehrbuch-zur-emrk-von-grabenwarter/" target="_blank">Buch von Grabenwarter </a>richtig.</p>
<p>Ein sehr überzeugender Ansatz ist im Übrigen der von Geiger, der mit seinem Buch &#8220;<a href="http://www.jurakopf.de/vorstellung-grundgesetz-und-volkerrecht/" target="_blank">Grundgesetz und Völkerrecht</a>&#8221; darstellt, wie internationales und nationales Recht ineinanderreifen und zusammenarbeiten. Zum Abrunden des Erlernten ein echter Tipp.</p>
<p>Bei der <em>Fallwiederholung</em> im Europarecht fand ich in der Examensvorbereitung das <a href="http://www.jurakopf.de/arndtfischer-falle-zum-europarecht/" target="_blank">Buch von Arndt/Fischer</a> sehr überzeugend und abwechslungsreich. Zur konkreten Vorbereitung auf eine echte europarechtsklausur (etwa im Schwerpunkt oder in der Zwischenprüfung) ist der <a href="http://www.jurakopf.de/musilburchard-klausurenkurs-im-europarecht/" target="_blank">Klausurenkurs von Musil/Burchard</a> sinnvoller, der aber eben auch sehr viel mehr vom Bearbeiter abverlangt. Jedenfalls im Vergleich mit den beiden Büchern hatte mich das Buch &#8220;Fälle zum Europarecht&#8221; von Weber/Gas (JuS-Schriftenreihe, nicht besprochen) leider nicht mehr überzeugen können.</p>
<p><em>Hinweis zu Lehrbüchern</em>: Ich habe das Lehrbuch zum Europarecht von Koenig/Haratsch vorliegen gehabt und fand es insgesamt sehr lesbar und OK. Allerdings gibt es keinen zwingenden Grund, hierauf zurück zu greifen (sofern überhaupt noch verfügbar), da die obigen beiden Tipps vollkommen ausreichen.</p>
<p><em>Hinweis zum Strafrecht: Zum europäischen und internationalen Strafrecht <a href="http://www.jurakopf.de/category/literatur/strafrecht/internationales-strafrecht-strafrecht-literatur/" target="_blank">gibt es hier</a> eine eigene Kategorie.</em></p>
</div>
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		<title>Kurzhinweis: Kurzlehrbuch zur EMRK von Grabenwarter</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 11:12:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[beck]]></category>
		<category><![CDATA[c.h.beck]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Grabenwarter]]></category>
		<category><![CDATA[emrk]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Menschenrechtskonvention]]></category>
		<category><![CDATA[juristische kurz-lehrbücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor längerer Zeit habe ich mir (als Mängelexemplar) das Kurz-Lehrbuch &#8220;Europäische Menschenrechtskonvention&#8221; von Grabenwarter gekauft. Inzwischen habe ich zwei Klausuren zum Thema hinter mir und muss feststellen, dass es sich um ein gutes Buch handelt, auf das ich hier einfach hinweisen möchte. Das Kurz-Lehrbuch ist sehr griffig aufgebaut, eine Mischung als Lernbuch und Kurz-Kommentar. Es besteht aus drei Teilen: EMRK... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/kurzhinweis-kurzlehrbuch-zur-emrk-von-grabenwarter/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor längerer Zeit habe ich mir (als Mängelexemplar) das Kurz-Lehrbuch &#8220;Europäische Menschenrechtskonvention&#8221; von Grabenwarter gekauft. Inzwischen habe ich zwei Klausuren zum Thema hinter mir und  muss feststellen, dass es sich um ein gutes Buch handelt, auf das ich hier einfach hinweisen möchte.</p>
<p><span id="more-1200"></span></p>
<p>Das Kurz-Lehrbuch ist sehr griffig aufgebaut, eine Mischung als Lernbuch und Kurz-Kommentar. Es besteht aus drei Teilen:</p>
<ol>
<li>EMRK als Vertrag</li>
<li>Verfahrensrecht (EGMR)</li>
<li>Die Garantien der EMRK</li>
</ol>
<p>Der 3.Teil ist dann quasi eine lehrbuchartige Kommentierung der EMRK. Insgesamt ist es wirklich sehr zugänglich geschrieben, wobei der Autor die richtigen Prioritäten setzt: Den ersten Teil (ca. 40 Seiten) und den zweiten Teil (nochmals ca. 60 Seiten) hat man schnell durchgearbeitet und damit die Basics für Klausuren auch schon eingearbeitet.</p>
<p>Im dritten Teil dann kann man selber Schwerpunkte setzen, bei mir etwa warenin der Ausbildung die Art.<a href="http://dejure.org/gesetze/MRK/6.html" title="Art. 6 MRK: Recht auf ein faires Verfahren">6</a> und <a href="http://dejure.org/gesetze/MRK/8.html" title="Art. 8 MRK: Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens">8</a> EMRK besonders gefragt, die ich dann auch entsprechend gelernt habe. Wenn man also zielgerichtet arbeitet und in der Übung aufpasst, ist es kein Problem, die etwa 380 Seiten Text auf das zu komprimieren, was man am Ende braucht &#8211; und dann auch entsprechend schnell zu arbeiten.</p>
<p>Sehr sinnvoll ist die sehr umfassende alphabetisch sortierte Sammlung der EGMR-Entscheidungen am Ende, die jeweils auf die entsprechenden Zitierungen im Text verweist.</p>
<p>Fußnoten kommen umfassend zum Einsatz, dafür aber leider keine grafischen Darstellungen (was man bei dem Thema gar nicht wirklich vermisst) oder didaktische Hilfsmittel wie Wiederholungsfragen. &#8220;Am Fall&#8221; wird auch nicht gearbeitet, dafür gibt es aber die zahlreichen Hinweise auf EGMR-Fälle; Zudem wird man in einer Schwerpunktsklausur selten eine Klage im Einzelfall durchgehen müssen, so dass auch dies nur ein kleiner Abstrich ist.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Das Buch ist nicht gerade günstig mit 26 Euro, aber preislich angemessen &#8211; ich hatte es für 10 Euro als Mängelexemplar erstanden und dafür war es perfekt, jedenfalls sollte man bei einem ähnlichen Angebot zugreifen. Wer eine Klausur zum Thema EMRK schreibt, hat hier ein gutes Buch zum einarbeiten, das beim Lernen auch wirklich entgegenkommt und durch die umfassende &#8220;kommentierung&#8221; der EMRK auch im Nachhinein noch sinnvoll sein kann.</p>
<p><strong><em>Daten zum Buch</em></strong></p>
<p>Christoph Grabenwarter<br />
Europäische Menschenrechtskonvention<br />
2. Auflage<br />
Verlag C.H.Beck<br />
Reihe Juristische Kurz-Lehrbücher<br />
ISBN 340653337-X<br />
Preis: 26 Euro</p>
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		<title>Musil/Burchard: Klausurenkurs im Europarecht</title>
		<link>http://www.jurakopf.de/musilburchard-klausurenkurs-im-europarecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 21:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Musil]]></category>
		<category><![CDATA[c.f.müller]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Burchard]]></category>
		<category><![CDATA[europarecht]]></category>
		<category><![CDATA[klausurenkurs]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein tolles Buch, allerdings mit einem Problem: Es ist sehr viel. Für mich war es zu viel. Das soll aber keine Kritik sein, muss aber als Filter-Kriterium bei der Entscheidung dienen, ob man es sich kauft oder nicht. Schön ist die Idee, das Buch auf einem Lehrbuch aufzubauen. Die erste Frage wird sein &#8211; und insofern hatte ich einen echten... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/musilburchard-klausurenkurs-im-europarecht/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein tolles Buch, allerdings mit einem Problem: Es ist sehr viel. Für mich war es zu viel. Das soll aber keine Kritik sein, muss aber als Filter-Kriterium bei der Entscheidung dienen, ob man es sich kauft oder nicht. Schön ist die Idee, das Buch auf einem Lehrbuch aufzubauen.</p>
<p><span id="more-1186"></span></p>
<p>Die erste Frage wird sein &#8211; und insofern hatte ich einen echten Praxistest: Ist das Buch ohne das referenzierte Lehrbuch überhaupt sinnvoll? Schon auf dem Umschlag wird ja darauf hingewiesen, dass es das Lehrbuch zum Europarecht von Streinz ergänzen soll; das aber lag mir nicht vor und ich muss feststellen: Es war nicht schlimm. Man braucht sich also deswegen keine Sorgen zu machen, dies ist ganz klar ein eigenständiges Buch &#8211; allerdings wird regelmässig zur Vertiefung und zum Nachlesen auf den Streinz verwiesen. Netterweise auch mit Seitenzahl, so dass man zielgerichtet nacharbeiten könnte.</p>
<p>Was mir auf Anhieb gefallen hat war die Überlegung der Autoren, nicht einfach Fälle zu bieten oder Fälle mit kurzen Wiederholungen. Stattdessen versuchen die Autoren in den ersten beiden Kapiteln abstrakt zu erklären, welche Themen im Pflichtfach Inhalt sind (Kapitel 1) und welche Fallkonstellationen in Klausuren dann üblicherweise zu erwarten sind (Kapitel 2). Das ist klausurtaktisch klug und auch sehr sauber umgesetzt. Man lernt somit schnell, Probleme zu kategorisieren und in unbekannten Klausuren zu erkennen. Auch die scheinbar unendliche Stofffülle ist auf einmal systematisch geordnet und erscheint fassbar. Der Ansatz ist durchaus gelungen und wird von den Studenten sicherlich dankend aufgenommen. Die Tatsache, dass die beiden Autoren diese zwei Kapitel auf etwa 30 schnell zu konsumierenden Seiten präsentieren, macht den Abschnitt noch attraktiver.</p>
<p>Das dritte Kapitel dann besteht aus 20 Klausuren, die unterteilt sind in &#8220;Pflichtfach&#8221; und/oder &#8220;Schwerpunktbereich&#8221;, so dass Pflichtfach-Studenten durchaus die für sie wichtigen Klausuren herauspicken können. In der Übersicht sind hierzu Schwerpunkte genannt, so dass man sich Klausuren auch thematisch heraussuchen kann. Aber: Hierbei ist auch nochmal das erste und zweite Kapitel zu beachten. Die Autoren stellen hier nämlich nicht nur die Themen und Konstellationen vor, sondern beziehen sich dabei auch auf die vorhandenen Fälle und untermauern die allgemeinen Ausführungen mit dem konkreten Fallbezug. Wer also eine Klausur zu einem bestimmten Thema sucht, kann direkt im ersten Kapitel das entsprechende Thema aufschlagen und findet hier eine passende Klausur. Ebenfalls überzeugend.</p>
<p>Die Klausuren selbst sind mitunter sehr ausführlich formuliert, schön wieder: Es gibt vor der eigentlichen Formulierung einen Abschnitt mit &#8220;Vorüberlegungen&#8221; und eine &#8220;Gliederung&#8221;, so dass man strukturiert üben kann. Jeweils am Ende der Fälle findet man dann noch weiterführende Hinweise zum Vertiefen, nicht nur zum Streinz, sondern auch zu passenden Entscheidungen des EuGH oder interessante Informationen: So am Ende von Fall 16 den Ausblick auf den Vertrag von Lissabon, der in einer Tabelle schnell und kurz erklärt, welcher Artikel im EGV dann z.B. unter welcher Nummer im Lissabon-Vertrag auftaucht.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Das Problem an diesem Buch war der Umfang: Für mich war es jetzt, in der Examensvorbereitung, zu viel. Ein kurzes Fallbuch war mir lieber um die Basics zu verfestigen, zumal hier in NRW das Europarecht nur &#8220;im Überblick&#8221; beherrscht werden muss. Ich denke, sinnvoll ist es, wenn man eine reine europarechtliche Klausur schreibt, so etwa in der Zwischenprüfung oder im Schwerpunktbereich. Hier erscheint mir dieses Buch als perfekte Trainigsbasis zur Vorbereitung.</p>
<p><strong><em>Daten zum Buch</em></strong></p>
<p>Andreas Musil, Daniel Burchard<br />
Klausurenkurs im Europarecht<br />
Verlag C.F.Müller<br />
ISBN 9783811471726<br />
Preis: 19,50 Euro</p>
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		<item>
		<title>Arndt/Fischer: Fälle zum Europarecht</title>
		<link>http://www.jurakopf.de/arndtfischer-falle-zum-europarecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 20:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[c.f.müller]]></category>
		<category><![CDATA[europäisches strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[europarecht]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Wolfgang Arndt]]></category>
		<category><![CDATA[Kristian Fischer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein sehr kurzes Buch ist dieses Fallbuch, dass ganz offensichtlich kein Klausurenbuch ist bzw. sein soll. Es ist schwierig, das Buch von Arndt und Fischer einzuordnen, aber einen Platz hat es definitiv. Es ist korrekt, hier von einem &#8220;Fallbuch&#8221; zu sprechen, denn es geht nicht um Klausuren im üblichen Sinn. In 20 Fällen erhält der Leser Sachverhalte, zu denen verschiedene... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/arndtfischer-falle-zum-europarecht/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr kurzes Buch ist dieses Fallbuch, dass ganz offensichtlich kein Klausurenbuch ist bzw. sein soll. Es ist schwierig, das Buch von Arndt und Fischer einzuordnen, aber einen Platz hat es definitiv.</p>
<p><span id="more-1185"></span></p>
<p>Es ist korrekt, hier von einem &#8220;Fallbuch&#8221; zu sprechen, denn es geht nicht um Klausuren im üblichen Sinn. In 20 Fällen erhält der Leser Sachverhalte, zu denen verschiedene Aufgaben geboten werden. Das sind dann mal typische Aufgaben in Form der Prüfung z.B. einer Klage, aber eben auch Fragen nach Zuständigkeiten, die sich nicht mit einfachen Schemata lösen lassen und vom Bearbeiter nichtnur Verständnis von Sachfragen verlangen, sondern auch die Fähigkeit, sein Wissen zu erläutern.</p>
<p>Damit orientiert sich das Buch an den Klausuren, die sich mit im Rahmen des Schwerpunktbereichs geboten haben und sind sehr nach am universitären Alltag. Allerdings will dieses Buch auf das Examen vorbereiten und wendet sich laut Vorwort ausdrücklich an die &#8220;Pflichtfachler&#8221;. Inhaltlich kann ich das definitiv bestätigen, muss aber festhalten: Langweilig ist es deswegen nicht.</p>
<p>Keinesfalls findet man hier &#8220;die Fälle&#8221;, die man schon gefühlte hundert Mal gelesen hat. Die Autoren haben sich die Mühe gemacht und aktuelle EuGH-Entscheidungen als Vorbild genommen, aber eben in eigenständie Sachverhalte gekleidet. Dies, in Kombination mit den vielfältigen nicht schematisch lösbaren Aufgaben, verlangt vom Bearbeiter ein fundiertes Verständnis des Europarechts, das er auch anwenden kann.</p>
<p>Nach dem vorhergehenden Absatz mag man Angst haben, ob es nicht zu anspruchsvoll ist: Das ist es nicht. Wie die Autoren im Vorwort schreiben: Es geht nicht um Einschüchterung. Die Fälle sind lösbar, anspruchsvoll, aber auch angemessen gestellt und auf keinen Fall von übertriebenem Schwierigkeitsgrad. Alles in allem wird der Anspruch, ein gutes Fallbuch für den Pflichtfach-Bereich anzubieten, durchweg gehalten.</p>
<p>Das Buch selbst kann problemlos durchgearbeitet werden: Keine langatmige Dogmatik, verständliche Formulierungen und ein gutes Schriftbild ermöglichen ein ruhiges durcharbeiten des Buches zur Abrundung des Lernabschnitts Europarecht. Besonders positiv: Die Fälle sind nicht zu kurz, auf keinen Fall aber zu lang gelöst. Hier wird nichts unmögliches präsentiert, sondern ein wirklich brauchbares Konzept.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Für den Pflichtfach-Studenten ist dies eine schöne Gelegenheit, die nicht zu viel abverlangt und vor allem auch der Tatsache gerecht wird, dass das Europarecht nunmal eines von vielen Fächern im Examen ist, dass man zwar mit Anspruch, aber bitte eben auch realistisch und ohne grossen Zeitaufwand wiederholen möchte. Zum Abklopfen der wichtigsten Grundlagen eingekleidet in Fallfragen ein gelungenes Konzept, das den doch recht hohen Preis durchaus wert ist.</p>
<p><strong><em>Daten zum Buch</em></strong></p>
<p>Hans-Wolfgang Arndt, Kristian Fischer<br />
Fälle zum Europarecht<br />
6. Auflage<br />
Verlag C.F.Müller<br />
ISBN 9783811486874<br />
Preis: 18 Euro</p>
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		<item>
		<title>Thiele: Europarecht</title>
		<link>http://www.jurakopf.de/thiele-europarecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 17:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Thiele]]></category>
		<category><![CDATA[europäisches recht]]></category>
		<category><![CDATA[europarecht]]></category>
		<category><![CDATA[niederle]]></category>
		<category><![CDATA[niederle media]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch bei Niederle Media gibt es ein Buch zum Europarecht, verfasst von Alexander Thiele. Das inzwischen in der 6. Auflage vorliegende Werk ist auf jeden Fall eine der kompaktesten Darstellungen die ich kenne &#8211; auch wenn es mal kompakter ging. Ich erinnere mich dunkel an die erste oder zweite Auflage dieses Werkes: Sie war etwa halb so dick wie die... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/thiele-europarecht/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch bei Niederle Media gibt es ein Buch zum Europarecht, verfasst von Alexander Thiele. Das inzwischen in der 6. Auflage vorliegende Werk ist auf jeden Fall eine der kompaktesten Darstellungen die ich kenne &#8211; auch wenn es mal kompakter ging.</p>
<p><span id="more-1181"></span></p>
<p>Ich erinnere mich dunkel an die erste oder zweite Auflage dieses Werkes: Sie war etwa halb so dick wie die inzwischen aktuelle und ich hatte sie locker an einem Tag durchgearbeitet. Dabei beinhaltete sie wirklich sämtliche Basics, die man im Pflichtfachbereich benötigte und diente zum regelmässigen Nachschlagen einzelner Fragen.</p>
<p>Heute ist das Buch gewachsen, inhaltlich nicht unbedingt zu seinem Nachteil: Es gibt sehr viele (auch aktuelle) Verweise zu Entscheidungen des EuGH, eine Fülle von Schemata und diversen Grafiken. Netterweise gibt es am Ende der Kapitel auch noch Zusammenfassungen zum Wiederholen.</p>
<p>Alles in allem konzentriert sich das Werk auch heute noch auf die Basics, es ist nicht mit dogmatischen Fragen überfrachtet sondern konzentriert sich einzig und alleine auf die Aufgabenstellung, dem Studenten schnellstmöglich das beizubringen, was man für das Europarecht so benötigt. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.</p>
<p>Inhaltlich ist das Buch systematisch gegliedert, der Text wird durch Überschriften die grau hinterlegt sind so unterbrochen, dass man einen Überblick beim Lesen behält. Das Buch bietet u.a.:</p>
<ul>
<li>
<div>Einführung in das Thema</div>
</li>
<li>
<div>Darstellung des Europarates, OSZE, WEU und OECD</div>
</li>
<li>
<div>Schnelldurchlauf der geschichtlichen Entwicklung und Aufbau der EU</div>
</li>
<li>
<div>Detaillierte Darstellung der EG (Insitutionen, Rechtssetzung und Rechtsschutz)</div>
</li>
<li>
<div>Detaillierte Darstellung der Grundfreiheiten</div>
</li>
<li>
<div>Wettbewerbsrecht und Rechtsangleichung</div>
</li>
</ul>
<p>Man merkt also: Inhaltlich umfassend. Anzumerken ist die Sammlung von über 100 Wiederholungsfragen am Ende des Buches, mit denen sich schrittweise nochmals der gesamte Inhalt thematisch nacharbeiten lässt. Eine sehr nette Lösung, die nach dem Durcharbeiten ernsthaft hilft, die Basics zu verfestigen.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Wer &#8211; so wie ich &#8211; im Bereich Europarecht einfach nur schnell lernen will was er auf jeden Fall braucht bzw. wissen muss, ist hier genau richtig. Der Autor konzentriert sich auf die wesentlichen Fragen und gibt das Handwerkzeug, das man zum Verständnis und Lösen europarechtlicher Fragestellungen (die im Grundstudium/Pflichtfachbereich Randerscheinungen und nicht Kernthemen sind) an die Hand. In kürzester Zeit erarbeitet man sich hier den Grundstock, den man benötigt um das Thema grundsätzlich zu beherrschen. Ein gelungener Einstieg, auf den man auch aufbauen kann, wenn man sich später überlegt, einen entsprechenden Schwerpunkt zu belegen.</p>
<p><strong><em>Daten zum Buch</em></strong></p>
<p>Alexander Thiele<br />
Europarecht<br />
6. Auflage<br />
Niederle Media<br />
ISBN 9783867240789<br />
Preis: 12 Euro</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Herdegen: Europarecht und Völkerrecht</title>
		<link>http://www.jurakopf.de/herdegen-europarecht-und-volkerrecht/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 17:02:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[beck]]></category>
		<category><![CDATA[c.h.beck]]></category>
		<category><![CDATA[europäisches recht]]></category>
		<category><![CDATA[europarecht]]></category>
		<category><![CDATA[grundrisse des rechts]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Herdegen]]></category>
		<category><![CDATA[völkerrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Matthias Herdegen gibt es in der Reihe &#8220;Grundrisse des Rechts&#8221; jeweils zum Völkerrecht und Europarecht ein doch recht dickes Buch, mit dem ich &#8211; er lehrt in Bonn &#8211; seine Vorlesungen schon begleitet hatte. In diesem Jahr gibt es Neuauflagen davon: Da ich mit den Vorgängern schon gearbeitet hatte, schreibe ich gerne ein paar Zeilen dazu. Ich denke, die... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/herdegen-europarecht-und-volkerrecht/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Matthias Herdegen gibt es in der Reihe &#8220;Grundrisse des Rechts&#8221; jeweils zum Völkerrecht und Europarecht ein doch recht dickes Buch, mit dem ich &#8211; er lehrt in Bonn &#8211; seine Vorlesungen schon begleitet hatte. In diesem Jahr gibt es Neuauflagen davon: Da ich mit den Vorgängern schon gearbeitet hatte, schreibe ich gerne ein paar Zeilen dazu.</p>
<p><span id="more-1180"></span></p>
<p>Ich denke, die Selbstdarstellung des Werkes &#8220;Europarecht&#8221; bringt es auf den Punkt: Von einer &#8220;soliden Grundlage&#8221; ist da auf dem Umschlagstext die Rede und ich denke, das ist eine sehr treffende Beschreibung.</p>
<p>Selber habe ich Herdegen mit einem sehr nüchternen, klaren &#8211; also jedenfalls nicht verspielten &#8211; Stil im Vortrag in Erinnerung. Ebenso sind auch die Bücher in Sprache und Darstellung gehalten: Auf keinen Fall ermüdend, aber auch nicht besonders abwechslungsreich. Er nutzt hin und wieder einmal eine grafische Darstellung, verzichtet auf Fußnoten, geizt nicht mit Beispielen und präsentiert in sehr flüssiger Sprache genau das, was man auch braucht. Mitunter sehr tiefgehend, so dass man auch mal hin und wieder etwas schneller lesen kann.</p>
<p>Wie in dieser Reihe üblich, ist der Text leider sehr gedrängt auf die Seiten verteilt, ein wirklich entspanntes Lesen will sich daher nicht einstellen; Gerade die ohnehin eher kleine Schrift, die dann mitunter von noch kleinerer Schrift unterbrochen wird, wirkt sich schnell sehr anstrengend aus. Zum Glück wird in beiden Büchern doch regelmässig ein Absatz eingefügt und die regelmäßigen Tabellen bzw. Grafiken lockern ein wenig auf. Durcharbeiten kann man beide Bücher auf jeden Fall sehr gut, Lese-Pausen sind aber einzuplanen.</p>
<p><strong><em>Zum Buch: Europarecht</em></strong></p>
<p>Mit inzwischen fast Seiten sicherlich kein kleines Buch, selbst wenn man berücksichtigt, dass die Reihe &#8220;Grundrisse des Rechts&#8221; im kleinen Taschenbuchformat daher kommt. Der Inhalt ist in insgesamt 30 Kapitel eingeteilt, die wiederum in 3 Teile gegliedert sind:</p>
<ol>
<li>
<div>Darstellung der Grundlagen mit den wichtigsten Kernbegriffen, Rechtssätzen, einem (netterweise) kurzen geschichtlichen Überblick und zur Rechtsnatur der EG und EU</div>
</li>
<li>
<div>Im sehr ausführlichen zweiten Teil (der den Kern des Buches ausmacht) geht es um das Recht der Europäischen Union. Der Leser wird ausführlich auf ca. 400 Seiten in die Institutionen, Rechtssätze &amp; Rechtsquellen, System, Grundfreiheiten im Detail und die politische Ordnung eingeführt.</div>
</li>
<li>
<div>Kurz ist der dritte Teil zur WEU und OSZE</div>
</li>
</ol>
<p>Herdegen hat die inzwischen aktuelle 12. Auflage des Buches genutzt, um es &#8211; im Vergleich zur 11. Auflage &#8211; umzustrukturieren und vollständig auf den Vertrag von Lissabon anzupassen.</p>
<p><strong><em>Zum Buch: Völkerrecht</em></strong></p>
<p>Das Buch zum Völkerrecht kommt mit 417 Seiten, eingeteilt in 63 Kapitel, aufgeteilt auf 15 Teile. Damit kann man den Inhalt jedenfalls sehr gut in kleine &#8220;Häppchen&#8221; aufteilen, die man schrittweise durcharbeitet. Dabei bietet Herdegen u.a. folgende Inhalte:</p>
<ol>
<li>
<div>Einführung in Grundbegriffe, grobe Geschichte und Aufgaben des Völkerrechts</div>
</li>
<li>
<div>Darstellung der Rechtssubjekte und Rechtsquellen</div>
</li>
<li>
<div>Einzelne Rechtsthemen (Weltraum- und Seerecht; Umweltrecht; Wirtschaftsrecht)</div>
</li>
<li>
<div>Konflikte: Von der Verantwortlichkeit über bewaffnete Konflikte bis zur friedlichen Streitbeilegung und Friedenssicherung</div>
</li>
<li>
<div>Darstellung von Menschenrechten und den Vereinten Nationen</div>
</li>
</ol>
<p>Hier war ich allerdings ein wenig enttäuscht: Das Völkerrecht ist für Jura-Studenten (die keinen entsprechenden Schwerpunkt belegt haben) nur in Grundzügen Pflichtprogramm &#8211; vieles bei diesem Thema mag zwar interessant sein, muss aber eben nicht umfassend beherrscht werden. Hier wäre eine Aufteilung angebracht, die systematisch darstellt, was man braucht und Hinweise gibt, wo man vertiefen kann, aber nicht muss.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Wie Anfangs angemerkt: Zwei solide Bücher, klar geschrieben ohne Schnörkel. Inhaltlich auf jeden Fall umfassend, nicht nur für den &#8220;normalen Studenten&#8221;, sondern auch für den, der entsprechende Schwerpunkte belegt hat &#8211; jedenfalls was umfassendes Grundwissen angeht, wird hier keine Frage offen bleiben.</p>
<p>Gerade beim Völkerrecht aber ist dies dann auch ein Makel, denn hier wird man wohl in erster Linie einen eher kurzen und kompakten Einstieg suchen; Das eben auch nicht günstige Buch ist hier vielleicht den meisten schlicht zu viel &#8211; anders als das Buch zum Europarecht, dass inhaltlich ohnehin vollständig durchgearbeitet werden muss, mehr Seiten bietet und zudem auch noch günstiger ist.</p>
<p>Das Buch zum Europarecht kann ich daher problemlos empfehlen, das zum Völkerrecht auf jeden Fall für denjenigen, der den entsprechenden Schwerpunkt belegt hat.</p>
<p><strong><em>Daten zu den Büchern</em></strong></p>
<p>Matthias Herdegen<br />
Völkerrecht<br />
8. Auflage<br />
Reihe Grundrisse des Rechts<br />
Verlag C.H.Beck<br />
ISBN 9783406584961<br />
Preis: 24,80 Euro</p>
<p>Matthias Herdegen<br />
Europarecht<br />
12. Auflage<br />
Reihe Grundrisse des Rechts<br />
Verlag C.H.Beck<br />
ISBN 9783406601248<br />
Preis: 22 Euro</p>
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		<title>Vorstellung: Grundgesetz und Völkerrecht</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 10:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Ferner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa- und Völkerrecht]]></category>
		<category><![CDATA[beck]]></category>
		<category><![CDATA[c.h.beck]]></category>
		<category><![CDATA[europäisches recht]]></category>
		<category><![CDATA[juristische kurz-lehrbücher]]></category>
		<category><![CDATA[rudolf geiger]]></category>
		<category><![CDATA[völkerrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Beck-Verlag hat mir ein wirklich interessantes Buch geschickt, das ich in den letzten Wochen immer wieder zwischendurch gelesen habe und sich insgesamt sehr gelohnt hat. Ich denke, mit Blick auf die einzelne Klausur ist dieses Buch nur bedingt nützlich, aber insgesamt ist es äusserst gewinnbringend &#8211; und wichtig. Wenigstens als Nachschlagewerk, gerade aber wer schon fortgeschritten ist, sollte vielleicht... <span class="read-more"><a class="read-more" href="http://www.jurakopf.de/vorstellung-grundgesetz-und-volkerrecht/">Read more &#187; </a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beck-Verlag hat mir ein wirklich interessantes Buch geschickt, das ich in den letzten Wochen immer wieder zwischendurch gelesen habe und sich insgesamt sehr gelohnt hat. Ich denke, mit Blick auf die einzelne Klausur ist dieses Buch nur bedingt nützlich, aber insgesamt ist es äusserst gewinnbringend &#8211; und wichtig. Wenigstens als Nachschlagewerk, gerade aber wer schon fortgeschritten ist, sollte vielleicht die Chance nutzen, sich hier einen Überblick zu erarbeiten.</p>
<p><span id="more-1175"></span></p>
<p>Es handelt sich um das Buch &#8220;Grundgesetz und Völkerrecht mit Europarecht&#8221; von Rudolf Geiger. Inhaltlich kann ich es kurz auf den Punkt bringen: Der Leser bekommt hier auf über 350 Seiten genau erklärt, wie sich Europarecht, Völkerrecht und deutsches Grundgesetz ineinander fügen und wie die rechtlichen Zusammenhänge aussehen.</p>
<p>Natürlich liest man z.B. in jedem Europarechtsbuch über die &#8220;Rangordnung&#8221; der Normen, aber jedenfalls ich &#8211; ich habe Europa/Völkerrecht nicht als Schwerpunkt oder sonst besonders vertieft &#8211; hatte da letztlich doch immer wieder kleinere Schwierigkeiten, die ich bisher immer wieder nachlesen musste, wenn es &#8220;hart auf hart&#8221; kam.</p>
<p>Als mir nun das Buch von Geiger vorlag und ich verstanden hatte, dass es eben dieses Zusammenspiel in einer Gesamtschau vermitteln wollte, hatte ich nun die Hoffnung, dass man das hier schnell und vernünftig versteht &#8211; und ich wurde nur teilweise enttäuscht. Der einzige Makel, der mir aufgefallen ist, ist die Tatsache dass es nunmal ein recht dickes Buch ist, das man nicht &#8220;mal eben so&#8221; durcharbeiten kann. Sicherlich braucht man auch keine Ewigkeit für die gut 350 Seiten und man kann z.B. den geschichtsträchtigen 1. und 2. Teil aussen vor lassen. Aber es ist nunmal ein &#8220;Kurz-Lehrbuch&#8221; und muss dann natürlich auch dieser Einstufung gerecht werden. Das sollte man vorher wissen.</p>
<p>Ansonsten, inhaltlich, ist es absolut Top: Alle wichtigen Fragen werden verständlich und systematisch aufbereitet, dazu gehören vor allem:</p>
<ul>
<li>
<div>Einführung in die völkerrechtlichen Rechtsquellen und das Recht der völkerrechtlichen Verträge</div>
</li>
<li>
<div>Mitwirkung der BRD bei der Schaffung völkerrechtlicher Normen</div>
</li>
<li>
<div>Einbeziehung und Einfluss völkerrechtlicher Normen und deutsche Rechtsordnung</div>
</li>
<li>
<div>Zusammenhang zwischen europäischem Recht &#8211; mit Einführung in die europäische Rechtsetzung &#8211; und deutscher Rechtsordnung</div>
</li>
<li>
<div>Darstellung der Kompetenzbereiche der Staaten</div>
</li>
<li>
<div>&#8220;Grundprinzipien des Völkerrechts&#8221;, hier werden Themen wie völkerrechtliche Repressalien, Maßnahmen der Friedenssicherung und Rüstungskontrolle vorgestellt</div>
</li>
</ul>
<p>Das Ergebnis ist ein überzeugendes Kompendium, das dem Leser deutlich macht, welche Zusammenhänge heute international herrschen. Was mir dennoch fehlte, bei wirklich klarer und verständlicher Sprache, waren grafische Darstellungen, die bei einem derart komplexen Thema durchaus hilfreich wären. Ebenfalls hätte ich mir didaktische Hilfsmittel, etwa Wiederholungsfragen oder kurze Zusammenfassungen der wichtigsten Punkte am Ende gewünscht, einfach um die wirklich notwendigen Punkte (die Basics) fest zu verankern.</p>
<p>Doch dies ist nur eine kleine Kritik an einem Werk, das mich insgesamt sehr überzeugt hat und mir dabei geholfen hat, nicht wirklich sitzende Fragestellungen nochmals im Details zu verwirklichen.</p>
<p>Fußnoten nutzt das Buch übrigens kaum, insgesamt 40 sind darin zu finden &#8211; dennoch ist es übersichtlich zu lesen, man muss keine Angst haben, dass der Text ständig durch Klammern mit Fundstellen-Angaben zerrissen wird. Auch ist das Werk topaktuell, auf dem Stand von Ende 2008 und berücksichtigt die jüngsten Entscheidungen des BverfG sowie die aktuellen Entwicklungen.</p>
<p>Inhaltlich bietet das Buch sogar eine Einführung in Grundlagen von Europa- und Völkerrecht, ich finde sogar sehr gelungen. Jedenfalls theoretisch kann man mit diesem Werk also einen Einstieg in das Europa- und Völkerrecht erarbeiten und erhält zugleich einen Überblick über das Zusammenspiel mit dem nationalstaatlichen Recht. Ob das für eine europarechtliche Klausur reicht, wage ich nicht zu beurteilen, jedenfalls zum Wiederholen war es aber eine insgesamt sehr gelungene und wichtige Aufbereitung.</p>
<p><strong><em>Die Jurakopf-Einschätzung</em></strong></p>
<p>Das Buch ist nicht für Anfänger geeignet, man muss schon mindestens ein fortgeschrittener Student sein, der &#8211; trotz der guten Einführungen &#8211; schon über Vorwissen im Bereich Europa- und Völkerrecht verfügt. Die Gesamtschau der verschiedenen Hierarchien der Rechtsordnungen ist jedenfalls lohnend und ein echter Gewinn, zumal man hier heute als Student ein fundiertes Wissen mitbringen sollte, nicht zuletzt mit Blick auf die ständige Präsenz des Themas in der Tagespresse, die Prüfungen ja nicht selten beeinflusst.<br />
Fakt ist, dass das Zusammenspiel aus Europa-, Völker- und nationalstaatlichem Recht heute Pflichtwissen für jeden Studenten ist und teilweise als Randerscheinung sogar in grossen Übungen auftreten kann, auf jeden Fall aber in Klausuren im Schwerpunktbereich.</p>
<p>Wer den Bereich Europarecht oder Völkerrecht als Schwerpunkt belegt hat, wird hier sicherlich gar nicht umhin kommen, das Buch durchzuarbeiten &#8211; zu geschickt ist die kompakte Darstellung, mit der man die Basics (die sitzen müssen) insgesamt wiederholen und festigen kann.</p>
<p>Für alle anderen findet sich hier auf jeden Fall eine gelunge Gesamtdarstellung, wobei man sicherlich in der Lage sein muss, ein wenig zu filtern, welche Kapitel man sauber liest und welche nur oberflächlich. Als Nachschlagewerk für einzelne Fragen, etwa wenn man die Rangordnung doch nicht ganz verstanden hat und nun verstehen möchte, ist es auf jeden Fall ideal, ich denke aber, dass man bei einer Beschränkung auf diese Funktion sehr viel Potential verschenkt. Mein Tipp: Im Seminar die Teile 4 und 5 des Buches lesen und prüfen, wie viel man auf Anhieb versteht &#8211; danach entscheiden, ob man sich die Zeit nimmt, das Werk durchzuarbeiten.</p>
<p><strong><em>Daten zum Buch</em></strong></p>
<p>Grundgesetz und Völkerrecht mit Europarecht<br />
Rudolf Geiger<br />
4. Auflage<br />
Reihe Juristische Kurz-Lehrbücher<br />
Verlag CH Beck<br />
ISBN 9783406570995<br />
Preis: 29,90 Euro</p>
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