Nach meinem ersten Artikel, wie man sich günstig eine eigene Rechtsprechungsdatenbank anlegen kann, hier nun der zweite Teil. Diesmal geht es aber nicht um die digitale Datenbank, sondern um die Papiergebundene. Auch die ist durchaus nützlich.
Update: Es gibt zu diesem Artikel ein erweiterndes Update, zu finden hier. In dem Update geht es vor allem um die Preise die man zahlen sollte.
Ich konzentriere mich diesmal auf die JuS, auch wenn ich die JA lieber lese. Der Grund ist einfach: JA und JURA sind schlicht zu teuer im Einkauf, aus irgendeinem Grund kaufe ich die JuS gebraucht im Schnitt erheblich günstiger ein als die beiden Konkurrenten. Mag daran liegen, dass – jedenfalls bei ebay – die JuS auch zahlreicher angeboten wird.
Die Idee ist einfach und sehr nützlich: Man kauft sich eine Bibliothek von Jura-Zeitschriften zusammen. Wenn man, wie ich es empfehle, spätestens ab dem Grundstudium eine Zeitschrift abonniert, hat man ja auch etwas als Grundstock. Ich würde als Ausgangspunkt das Jahr 2000 nehmen, einfach weil es “rund” ist. Junge Studenten müssten eigentlich ab 2002 ausreichend bedient sein (Schuldrechtsreform), das Datum 1998 sollte man sich merken, weil da die letzte grössere Strafrechtsreform war. Ich persönlich habe einfach ab 1996 eingekauft.
Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, ich habe vor etwa 8 Wochen angefangen und bei ebay hin und wieder mal geboten wenn eine JuS angeboten wurde. Dabei habe ich ein Maximum festgesetzt: 10 Euro pro Jahrgang, ich brauchte 7 Jahrgänge, macht also 70 Euro zzgl. Versandkosten. Das überraschende: Ich habe manche Jahrgänge für 2-4 Euro eingekauft, am Ende habe ich insgesamt 50 Euro (zzgl. Versand) ausgegeben und 8 Jahrgänge gekauft.
Ich denke, es ist durchaus möglich, in diesem Rahmen (50 – 70 Euro) alle Jahrgänge ab 2000 zusammen zu stellen, solange man nicht alles sofort kauft, sondern sich wirklich ein Maximum setzt und sich strikt dran hält. Wenn man dann natürlich für einen jahrgang 2 Euro ausgibt, kann man für einen anderen 18 Euro ausgeben, das muss klar sein – zumal z.B. 2006 teuer war als 1996. Ich habe auf dem Weg alle Jahrgänge der JuS von 1996 bis 2007 zusammenbekommen.
Übrigens sind ungebundene Ausgaben günstiger als gebundene. Jeder sollte sich überlegen, ob er eine gebundene überhaupt braucht, ich etwa mag ungebunden lieber, weil ich dnan die einzelnen Hefte lesen kann. In der Lagerung natürlich nervig, in der praktischen Nutzung aber sehr viel besser. Und als Anwalt mit etwas Geld kann man das später allemal binden lassen und dann (für die Optik) ins Regal stellen.
Wer das Geld investiert hat eine mächtige “Datenbank”, die aber nur über die Stichwortverzeichnisse wirklich sinnvoll genutzt wird. Wer darüber hinaus das “JuS Tutorium” kopiert, hat dann ein weiteres Hilfsmittel: Dies sind kostenlose PDF Dateien mit Übersichten über die Beiträge in der JuS. Hier gibt es das JuS-Tutorium als PDF zum Download.
Am Ende kann ich für mich zusammenfassen, dass es lohnende maximal 100 Euro (inkl. Versand) waren, über die ich mir so eine kleine Bibliothek zusammengewürfelt habe. Da ich parallel seit Jahren JA Abonnent bin, habe ich zudem noch eine Zeitschrift, die sich beide perfekt ergänzen. Jedenfalls was das materielle Recht angeht bieten JuS und JA sehr viel mehr Infos als die “grosse” NJW. Wer über ebay aber eine JA oder JURA kaufen will, muss schon mehr Geld mitbringen, ich empfehle, sich in Ruhe umzusehen und zu überdenken, ob man das Geld ausgibt und wie viel man anlegen möchte. Gerade wenn das “Sammelfieber” irgendwann ausbricht ist die Gefahr gross, nur noch zu kaufen, ohne auf das Geld zu achten.
Mir fehlen übrigens selbst noch Hefte, Einzelstücke wie die Nr. 12 der JA aus 2004 und 2005. Ich werde hier bald einen Bereich einrichten, in dem ich darstelle was ich noch suche und was ich (ausser Geld natürlich) dafür bieten kann. Gerade wenn einzelne Hefte fehlen steht man schnell auf dem Schlauch und hat nur die Alternative: Den ganzen jahrgang bei ebay kaufen (was Blödsinn wäre) oder das Heft beim verlag nachbestellen, was nicht immer geht und meistens dann auch recht teuer sein dürfte.
[...] sich mit Zeitschriften wie JuS oder JA eindecken kann, um eine eigene kleine Bibliothek aufzubauen (Artikel dazu hier). Dazu schreibe ich hier ein kurzes Update, mit Blick auf die Preise und das Angebot [...]