Jurakopf – Tipps für Jurastudenten: Rezensionen und Tipps für Jura-Studenten

    Aktuelle Headline

    Das unbekannte Grundrecht in Art. 38 GG

    Die aktuelle Ausgabe der JuS (3/2010) ist erschienen und ich gehe einmal davon aus, dass die gewissenhaften Studenten natürlich sofort den Aufsatz von Mayer am Anfang gelesen haben (S. 189-195): “Der Vertrag von Lissabon im Überblick”. Und diejenigen, die diesen Aufsatz gewissenhaft studiert haben, sind bei dieser Randbemerkung von Mayer sicherlich gleich in Panik verfallen:
    [...] [...]

    Jurakopf.de-Intern

    Intern: Experimentier-Woche auf Jurakopf

    Kurzer Hinweis: Auf Jurakopf experimentiere ich die nächsten 7 Tage. Die inhaltliche Arbeit wird ganz normal weiter gehen, aber ich möchte mit Community-Funktionen arbeiten und experimentieren. Zugleich wird ausprobiert, ob es neue Themes gibt, die ein wenig “leichter” wirken. Dabei stelle ich schon jetzt fest, dass das alte Magazin-ähnliche-Design doch den Vorteil hatte, die Inhalte [...]

    Jurakopf.de-Intern

    Rose-Rosahl? Hier im Volltext…

    Wie ich gerade erfahre, rühmt sich ein bekannter Repetitor angeblich als einziger den oben benannten Fall in digitaler und lesbarer Fassung anzubieten. Wenn dem so ist: Es ist falsch. Ich halte hier einige ältere Urteile im Volltext bereit, darunter ein paar bekannte RGSt Entscheidungen und auch den Rose-Rosahl-Fall.
    Ich nutze dies daher um einfach nochmal auf [...]

    Aktuelle Urteile, Hinweise auf Urteile und auch Urteilsbesprechungen finden Sie hier.



    VG Neustadt erneut zum Hausverbot

    Ich habe kürzlich ein Urteil des VG Neustadt auf Jurakopf eingestellt, in dem es um das Hausverbot in einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung (Schwimmbad) ging, zu finden hier. Soeben habe ich ein weiteres Urteil des VG Neustadt auf der Kanzlei-Seite eingestellt, hier geht es um ein Hausverbot in einer Behörde (zu finden hier). Das Urteil bietet nichts [...]

    Auch in Bayern gibt es eine Meinungsäußerungsfreiheit

    Ich bin mitunter schlicht fassungslos, welche Urteile bei mir landen. Der Sachverhalt zum folgenden Urteil wäre bei mir bestenfalls in der Kategorie “Anfängerklausur mit gehobenem Schwierigkeitsgrad” geladet: Zu evident ist das Ergebnis, zu eindeutig die Rechtsprechung des BVerfG zum Thema. Scheinbar muss man in Bayern aber bis zum Verwaltungsgerichtshof gehen, um ein solches Urteil zu [...]

    Anwalt wird man nur mit 2. Staatsprüfung

    Der BGH (AnwZ (B) 92/09) hatte sich mit einem Fall zu beschäftigen, in dem jemand zwar durchweg gute Zeugnisse während des Referendariats erhalten hat, aber letztlich durch die 2. Staatsprüfung gefallen ist. Der Betroffene meinte, die Zeugnisse alleine sollten ausreichen, um die Zulassung als Rechtsanwalt zu erhalten. Dazu führte er eine zweifelhafte Argumentation an:
    Am 24. [...]

    Darf ein Rep in der Uni werben: Ja, vorerst!

    Wie heute bei Beck-Online zu lesen ist, hat das Verwaltungsgericht Göttingen a, 26.2. (4 B 10/10) angeblich beschlossen, dass ein Repetitor nicht in einer Uni werben darf. Der direkte Wettbewerb solle ein Problem sein, speziell der erweckte Eindruck, die Uni-Angebote seien unzureichend. Allerdings geht es in der Sache vielmehr um ein Hausverbot, dass die Uni [...]

    VG Neustadt zum Hausverbot

    Das öffentlich-rechtliche Hausverbot ist der immer wieder kehrende Klassiker in den kleinen Ö-Rechts-Klausuren und tritt selbst im Examen hin und wieder auf. Ich habe das Thema hier bereits besprochen und verweise zur Vertiefung auf meinen bisherigen Artikel.
    Aktuell gibt es nun aber eine Entscheidung des VG Neustadt (4 L 81/10.NW), die das Problem nochmal relativ aktuell [...]

    OLG Celle zum Zugang einer Willenserklärung bei Stellvertretung

    Eine Willenserklärung, die ein Vertreter abgibt, wird nicht wirksam, wenn seine Vollmacht zwischen Abgabe und Zugang der Willenserklärung erlischt.
    Ist für eine Willenserklärung, die ein Vertreter abgibt, Schriftform vereinbart, ist die Form nur gewahrt, wenn dessen Vollmacht bei Zugang der Erklärung in schriftlicher Form noch besteht.

    OLG Celle, 6 U 92/09

    Die Geldbombe in der Strafrechtsklausur

    Und wieder ein Standardproblem beim BGH, wieder eine schöne Fallkonstellation mit der man testen kann, ob Klausurschreiber sich auf den gesamten Sachverhalt einlassen oder nur einzelne Probleme erkennen:
    Dieb D möchte eine “Geldbombe” entwenden ind er Hoffnung, dass sich darin viel Geld befindet. Ihm kommt es dabei alleine auf den Inhalt an, er vermutet mehrere Tausend [...]

    Das Projekt Jurakopf.de

    Jurakopf.de ist ein privat betriebenes Projekt, dass sich vornehmlich an Jurastudenten und Rechtsreferendare widmet. Ich habe es Anfang 2008 aufgebaut, weil mir einfach bodenständige Rezensionen und Produktvorstellungen fehlten, die ich als Kaufentscheidung nutzen konnte.

    Das Ziel der Seite ist es, lesbare und verständliche Rezensionen zu Literatur und Produkten zu bieten. Nebenbei gibt es Hinweise auf aktuelle Neuerungen und kleinere Tipps aus dem Studienalltag. Die Seite ging erst vor kurzem Online, dabei war ich mit meinen Problemen wohl nicht alleine: Inzwischen habe ich hier über 1500 Leser pro Tag.

    Im September 2008 wurde das Projekt Jurakopf auf dem 17. EDV-Gerichtstag als bestes freies Internetprojekt in der Kategorie "Lernen" ausgezeichnet.

    Übrigens: Werbung etc. gibt es hier nicht, es bleibt ein privates Projekt - wenn ich etwas zu empfehlen habe, dann tue ich das in einem Artikel. Details und das Impressum sind hier zu finden

Alle Einträge des Autors

Epping/Hillgruber: Grundgesetz – Kommentar

Mrz 11th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Grundrechte

Der Beck-Verlag hat sich etwas gegönnt: Eine neue Reihe “Praxiskommentar” aus der mir der Kommentar zum Grundgesetz von Epping/Hillgruber vorliegt. Inzwischen habe ich einige Fragen mit dem Epping/Hillgruber bearbeitet, auch bestimmte Kommentierungen (insbesondere zu den Art. 5, 12, 15, 93 GG) vollständig nachgelesen. Der Eindruck ist auf jeden Fall interessant, ich denke, das Konzept wird Anklang finden.
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Intern: Experimentier-Woche auf Jurakopf

Mrz 4th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Jurakopf.de-Intern

Kurzer Hinweis: Auf Jurakopf experimentiere ich die nächsten 7 Tage. Die inhaltliche Arbeit wird ganz normal weiter gehen, aber ich möchte mit Community-Funktionen arbeiten und experimentieren. Zugleich wird ausprobiert, ob es neue Themes gibt, die ein wenig “leichter” wirken. Dabei stelle ich schon jetzt fest, dass das alte Magazin-ähnliche-Design doch den Vorteil hatte, die Inhalte vernünftig zu strukturieren.

Wie gesagt: Ich nehme mir eine Woche zum experimentieren. Das Ziel ist vor allem den Kommentarfluss zu erhöhen, also die Teilnahme von außen zu verstärken. Das war bisher nur mühselig möglich, zumal es ständig Probleme im Code gab, die die Kommentarfunktion abgeschossen haben.



Rosenberg/Schwab/Gottwald: Zivilprozessrecht

Mrz 3rd, 2010 | By Jens Ferner | Category: Zivilrecht

Aktuell in der 17. Auflage erschienen ist die Neu-Auflage des “Großen Lehrbuchs” zum Zivilprozessrecht. Nachdem die 16. Auflage im Jahr 2004 erschienen ist, ging ich fest davon aus, dass die 17. Auflage mehr ein “Update” als eine Rundum-Überarbeitung sein würde. Gottwald möchte diesem Eindruck aber wohl entgegentreten und schreibt schon in seinem Vorwort deutlich:

…keine Seite dieses Buches ist unverändert geblieben.

Bei über 1000 Seiten ist das mal eine klare Ansage. Die neue Auflage berücksichtigt die Änderungungen bis September 2009, insbesondere die Änderungen im (europäischen) Mahnverfahren, internationale Zustellung, Verfolgung von Unterhalt sowie die Wechsel bei der Frage der Parteifähigkeit von GbR, WEG und nichtrechtsfähigem Verein.

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Roxin/Schünemann – Strafverfahrensrecht

Mrz 2nd, 2010 | By Jens Ferner | Category: Strafprozeßrecht

Zur Zeit ändert sich langsam die Welt der juristischen Literatur, viele große Namen verschwinden, manche plötzlich, andere langsam. Wir haben letztes Jahr erlebt, wie Brox, Jescheck und Rudolphi verstorben sind. Und Roxin macht sich langsam auf den Weg, seine Werke zu übergeben.

Sein Buch zum Strafverfahrensrecht ist in der letzten 25. Auflage mit Stand 1998 (!) ziemlich in die Jahre gekommen – umso größer ist die Auszeichnung, die dieses Buch dadurch erfahren hat, dass es selbst 2009 noch in Aufsätzen und aktueller Literatur zitiert wurde. Entsprechend auch mein Eindruck aus Lehre und Praxis: Das Buch habe ich sowohl (hoch geschätzt) bei Studenten, Referendaren und Strafverteidigern gefunden.

Eine Besprechung dieses Buches ist eher Formalie: Das Urteil, dass es sich um ein herausragendes Werk handelt, steht längst fest.

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Darf ein Rep in der Uni werben: Ja, vorerst!

Mrz 1st, 2010 | By Jens Ferner | Category: Lead-Artikel, Rechtsprechung

Wie heute bei Beck-Online zu lesen ist, hat das Verwaltungsgericht Göttingen a, 26.2. (4 B 10/10) angeblich beschlossen, dass ein Repetitor nicht in einer Uni werben darf. Der direkte Wettbewerb solle ein Problem sein, speziell der erweckte Eindruck, die Uni-Angebote seien unzureichend. Allerdings geht es in der Sache vielmehr um ein Hausverbot, dass die Uni verhängt hatte.Dabei liest sich der Sachverhalt haarsträubend:

Die Georg-August-Universität Göttingen sah sich hierdurch in der Durchführung ihrer Aufgaben beeinträchtigt.

Zu ihrem aus Vorlesungen, Klausurenkursen und Probeexamina bestehenden Veranstaltungsangebot an höhere Semester trete die Antragstellerin als kommerzieller Anbieter in Konkurrenz. Die Universität berief sich auf ihr Hausrecht und untersagte der Antragstellerin in den Universitätsräumen für das Repetitorium zu werben. Gleichzeitig erteilte die Universität der Antragstellerin ein Hausverbot, soweit sie oder ihre Mitarbeiter die Räumlichkeiten zu Werbezwecken beträten.

Für diese Maßnahmen ordnete die Universität die sofortige Vollziehung an, da sich sonst bei den Studierenden während eines etwaigen Rechtsmittelverfahrens der Eindruck verfestigen könnte, die Universität sei von der Qualität ihres Angebots nicht überzeugt. Andere, in ähnlicher Weise wie die Antragstellerin tätige Unternehmen blieben demgegenüber von einer solchen Verfügung verschont.

Im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes stoppte das Verwaltungsgericht nun das Hausverbot:

Zur Begründung führte das Gericht im Wesentlichen an, dass zwar grundsätzlich das Verbot von Werbemaßnahmen für ein privates kommerzielles juristisches Repetitorium und das Hausverbot gerechtfertigt sein könne. Denn das Angebot der Antragstellerin trete in Konkurrenz zum universitären Vorlesungsangebot und erwecke den Eindruck, das Lehrangebot der Universität sei unzureichend. Allerdings könne sich die Universität dann nicht einzelne Anbieter heraussuchen und sie mit dem streitigen Verbot belegen, andere, in vergleichbarer Weise tätige aber unbehelligt lassen. Dies verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG.

Die Sache bleibt spannend, der vollständige Beschluss ist hier bei OpenJur zu finden.



VG Neustadt zum Hausverbot

Feb 26th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Rechtsprechung

Das öffentlich-rechtliche Hausverbot ist der immer wieder kehrende Klassiker in den kleinen Ö-Rechts-Klausuren und tritt selbst im Examen hin und wieder auf. Ich habe das Thema hier bereits besprochen und verweise zur Vertiefung auf meinen bisherigen Artikel.

Aktuell gibt es nun aber eine Entscheidung des VG Neustadt (4 L 81/10.NW), die das Problem nochmal relativ aktuell aufgreift, allerdings keine Neuerungen birgt. Zwei Probleme werden dabei angesprochen, die wirklich beide typische Klausur-Themen sind: (1) Die Nachholung der fehlenden Anhörung und (2) die rechtmässigkeit des Hausverbots.

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Gewagt: Handels- und Gesellschaftsrecht von Maties/Wank

Feb 24th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Handels- & Gesellschaftsrecht

Das nenne ich mal Mut zur Kürze: Martin Maties und Rolf Wank stellen in der Reihe “Jurakompakt” ihr Büchlein zum Handels- und Gesellschaftsrecht vor. Und ich muss sagen: Die wissen, was “kompakt” ist. Im bekannten Jurakompakt-Format (etwas kleiner als Din-A5) bringen die Autoren beide Themen, also Handels- und Gesellschaftsrecht ernsthaft auf 135 Seiten unter. Was das heisst, drücke ich mal so aus: Heute morgen habe ich das Büchlein erhalten, um 16h war es durchgelesen. Und ich musste sicherlich nicht an einem Stück lesen.

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Jura-Studenten: Lest Blogs!

Feb 24th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Arbeitstipps, Lead-Artikel

Der erste Kommentator zum “JurionExamens”-Newsletter-Artikel bringt es auf den Punkt und ich möchte es hier nochmals hervorheben: Das Lesen von Blogs, und die Energie sich mit bestimmten Feeds zu beschäftigen, ist jedenfalls fürs Examen wirklich gewinnbringend. Mit Liebhaberei hat das schon lange nichts mehr zu tun.

Beispiel: In der Uni höre ich, wie eine Studentin aus ihrer mündlichen Prüfung erzählt. Gegeben war der Sachverhalt, dass eine Anwältin für ihre Privatwohnung eine Lampe ordert, die aber an die Kanzlei liefern lässt. Fraglich war, ob sie nun Rechte als Verbraucher geltend machen kann oder nicht.

Ich hoffe schwer, dass die mitlesenden Studenten heute den Fall sofort erkennen: Ein BGH-Fall aus den letzten Monaten des Jahres 2009, inzwischen in der JuS vorgestellt. Zum Zeitpunkt der mündlichen Prüfung war der Fall aber noch ganz frisch und die Studentin fiel aus allen Wolken, als ich den Fall auf Anhieb in ganzer Länge vorstellen und erklären konnte.

Die Frage ist: Warum konnte ich das? Bestimmt nicht, weil ich der Super-Crack bin – vielmehr, weil ich (aus eigenem Interesse) fast täglich die Presse-News-Feeds des BGH und des BVerfG lese. Und das Schöne, wenn man sowas aus eigenem Interesse und ganz unkrampfig macht: Es bleibt fast von alleine immer das Wichtigste hängen. Das einzige was man lernen muss, ist zu filtern und den Mut zu haben, unwesentliches (wie Kartellrechtliche Entscheidungen) einfach außen vor zu lassen.

Auch das Lesen von Blogs ist mitunter sehr gut geeignet, gerade die obskuren Fälle wahrzunehmen, die sonst durch Zeitschriften durchrutschen – man muss halt auch hier lernen, z.B. auf Jurablogs.com bestimmte Blogs gezielt zu lesen, andere außen vor zu lassen. Doch auch bei trivialen Einträgen bieten Blogs die Möglichkeit, auf einem ganz anderen Level zu lernen. Wer etwa regelmäßig Blogs von Strafverteidigern liest und die EInträge verstehen will, der kann einfach nicht umhin, auch mal – wenigstens Oberflächlich – Themen wie “Verteidigervollmacht”, “Strafbefehl” oder “Verwertungsverbot” nachzulesen und zu kapieren. Wer die (scheinbar) so simplen Artikel ernsthaft liest und alles das nachschlägt, was er nicht versteht, der wird sich in der mündlichen prüfung wundern, wie er auf einmal glänzen kann – viele Prüfer fragen gerne etwas zum Verfahrensrecht (ohne in die Tiefe zu gehen).

Daher mein Rat: Lest die Pressemitteilungen von BGH und BVerfG. Dabei einfach nicht übrbewerten, wenn man mal was nicht versteht – und man muss auch nicht jede kleine Meldung lesen. Lest auch Blogs – nicht, weil die Artikel einem Tiefgang und Lehrstoff vermitteln. Aber weil man lernt, mit dem alltäglichen Vokabular der Juristen, das man als student nicht wirklich drauf hat, einfach umzugehen und ganz selbstverständlich Themen zu lesen, die man sonst bis zur mündlichen Prüfung vielleicht nicht einmal gehört hat.



Neu: JurionExamen

Feb 24th, 2010 | By Jens Ferner | Category: News, Software

Mich erreicht soeben eine Werbe-Mail: Das neue Produkt “JurionExamen” soll ich mir (als Bezieher des JA-Newsletters) einmal ansehen. Beworben mit diesen Worten:

Jurastudierenden und Rechtsreferendaren bietet JURION.DE mit dem für alle Ausbildungsstadien bestens geeigneten Modul JurionExamen das wöchentlich aktuelle JurionExamen-Telegramm und die gesamte JURION-Datenbank in einem! Und das zum absoluten Ausbildungs-Sonderpreis von nur 9,90 € im Monat!

Ich sehe es mir nicht einmal an – aber nicht, weil mein Examen hinter mir liegt (ich lese ja weiterhin Ausbildungsliteratur), sondern einfach, weil es für mich schlicht sinnlos ist. Zum einen frage ich schon, was das über die Ausbildungszeitschrift JA aussagen soll, als deren Newsletter-Bezieher ich ja angeschrieben wurde: Ist in der JA etwa nicht alles enthalten, was wichtig ist? Und warum ist der Newsletter im gleichen preislichen Bereich wie  gedruckte Ausbildungszeitschriften?

Beeindruckend fand ich da schon eher den Weg, den die MMR (Multimedia und Recht) gegangen ist: Da war man der Auffassung, dass es zu viel Inhalt gab, um ihn in ein Heft zu packen. Seit diesem Jahr gibt es deswegen den 2-Wöchigen MMR-Newsletter mit weiteren Urteilen und Aufsätzen. Und weil die Inhalte nur deswegen nicht in der MMR sind, weil der Platz nicht reicht, ist der Newsletter für die Abonnenten bereits im Preis enthalten. Den Ansatz finde ich schon einmal grundsätzlich begrüssenswert.

Ich denke, wenn man schon eine Ausbildungszeitschrift sorgfältig durcharbeitet, muss das als Grundsockel reichen. Für 10 Euro im Monat würde ich mir wenn, dann einfach eine zweite im Abo dazu holen. Wer das Gefühl hat, dass die Aktualität bei den Zeitschriften ein wenig hinterher hinkt, der braucht dann keine kostenpflichten Newsletter. Ich empfehle folgendes, was kostenlos das Studium nicht nur erleichtert, sondern ein erheblicher Vorteil ist wenn man es ernsthaft betreibt:

  1. Der Newsletter wird auch beworben mit “aktuellen Gesetzesvorhaben”. Beim Bundesanzeiger gibt es einen kostenlosen Newsletter zu dem Thema – abonniert den einfach.
  2. Ihr sucht ganz aktuelle Urteilsbesprechungen bzw. Hinweise auf Urteile? Seid nicht so kompliziert und lest täglich auf Juraexamen.info und Examensrelevant.de mit.
  3. Einmal die Woche seht ihr auf Jurakopf.de, was sich da getan hat
  4. Seht einmal die Woche auf Bundesgerichtshof.de und Bundesverfassungsgericht.de in die Pressemitteilungen (oder noch besser: Lest den RSS-Feed von dort)
  5. Lest die kostenlose (!) Pdf-Zeitschrift ZJS

Für mich gibt es im Ergebnis also keinen Grund, einen solchen Dienst zu abonnieren. Dabei muss man sehen, dass alleine die 5 kostenlosen Punkte oben einen nicht nur ganz aktuell halten, sondern darüber hinaus so viel Zeit kosten, dass man zusätzlich zum normalen Lernen gar nicht noch mehr verarbeiten kann.

Entscheiden müsst ihr natürlich selbst, aber ständig auch nur Geld auszugeben, um sein Gewissen zu beruhigen ist irgendwann auch keine Lösung mehr.



Ein paar Werbetipps für die juristischen Verlage

Feb 24th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Alltag, Lead-Artikel

Dieser Artikel ist ausnahmsweise einmal wirklich nur für die juristischen Verlage. Auch geht es nicht um Literatur für Studenten oder Referendare (jedenfalls nicht primär), sondern darum, wie Verlage versuchen mich hier in der Kanzlei anzusprechen – und es nicht schaffen. Ein paar Worte von mir dazu, ich hoffe, sie werden zumindest gehört.

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Weblink: Gedankensalat von Jessica

Feb 21st, 2010 | By Jens Ferner | Category: Alltag, WebLinks

Gedankensalat ist ein schönes Blog zum Jura-Studium, das eine überraschende Fülle an Informationen bietet. Man merkt, dass Jessica durch das Schreiben selber lernt – und findet dadurch sehr viele hilfreiche Artikel, zur Zeit speziell für Anfänger von Interesse.



Gutes ebook-Management dank Calibre

Feb 21st, 2010 | By Jens Ferner | Category: Lead-Artikel, Software

Es gibt sie: Die brauchbare eBook-Software, auch wenn (noch) mit kleinen Haken. Auf jeden Fall ist diese Software, Calibre, hier einen Link wert. Nicht nur, aber auch für die, die einen eBook-Reader ihr Eigen nennen. Wer keinen solchen Reader hat, wird hier dennoch seinen Nutzen ziehen – speziell Studenten (die PDF-Dateien verwalten müssen) haben hier eine schöne Software zur Verfügung stehen.

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Zeitvertreib: Eine Frage an die Physiker…

Feb 17th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Lead-Artikel

Mal etwas zur allgemeinen Erheiterung und Grübelei: Gibt es Erklärungsversuche, wie dieses Bild zustande gekommen sein kann:

Wer es nicht erkennt: Die eine Flasche ist “normal”, die darin enthaltene Cola ist komplett flüssig. Die andere ist vom Zipfel bis zu den Füßen gefroren. Allerdings standen beide im gleichen Kasten direkt nebeneinander auf meiner Terrasse. Als ich den Kasten hinausgestellt habe, war der Inhalt aller Flaschen flüssig. Um das Bild abzurunden: Der Inhalt sämtlicher anderen Flaschen war gleichsam flüssig (die eine Flasche auf dem Bild ist somit quasi als Stellvertreter zu betrachten).

Das ist keine Scherzfrage oder Fake: Die andere Flasche war nicht zwischenzeitlich im Gefrierfach. Vielleicht hat ja jemand eine Erklärung für dieses Akte-X-taugliche Phänomen?



OLG Celle zum Zugang einer Willenserklärung bei Stellvertretung

Feb 9th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Rechtsprechung
  1. Eine Willenserklärung, die ein Vertreter abgibt, wird nicht wirksam, wenn seine Vollmacht zwischen Abgabe und Zugang der Willenserklärung erlischt.
  2. Ist für eine Willenserklärung, die ein Vertreter abgibt, Schriftform vereinbart, ist die Form nur gewahrt, wenn dessen Vollmacht bei Zugang der Erklärung in schriftlicher Form noch besteht.

OLG Celle, 6 U 92/09
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Staatshaftungsrecht von Baldus, Grzeszick, Wienhues

Feb 5th, 2010 | By Jens Ferner | Category: Ö-Recht

Fast jeder Jura-Student hasst das Staatshaftungsrecht. Es ist ein Angst-Thema das einem im Regelfall – aus gutem Grund – nur sehr selten in Klausuren begegnet. Literatur zum Thema gibt es einige, überzeugt hat mich bisher nur ein Buch – und das war ein Skript. Und auch wenn die Autoren sich hier viel Mühe gemacht haben: Das Buch schafft es letztlich nicht, das schwierige Thema so aufzubereiten, dass man wirklich Zugang findet.

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